Stiefmutter unter Mordverdacht: Anklage im Fall von getötetem 8-Jährigen erhoben
GÜSTROW. Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian ist im Fall des Buben Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Rostock wirft der Ex-Partnerin von Fabians Vater heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor

Wie BILD am Montag, 9. März 2026, berichtet, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen und die 29 Jahre alte Beschuldigte beim Landgericht Rostock angeklagt. Die Frau sitzt seit 7. November 2025 in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Ermittler soll sie Fabian am Morgen des 10. Oktober 2025 an seiner Wohnadresse unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben. Anschließend soll sie mit dem Kind in Richtung Klein Upahl gefahren sein.
Was die Anklage umfasst
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau mit Fabian zu einem abgelegenen Teich nahe einem Feldstück ging. Dort soll sie den Achtjährigen mit mindestens sechs Messerstichen im Oberkörper getötet haben.
Laut offizieller Mitteilung soll die Tat allein geplant und ausgeführt worden sein. Um Spuren zu beseitigen, soll der Leichnam später mit Brandbeschleuniger angezündet worden sein.
Wie es nun weitergeht
Mit der Anklage liegt der Fall jetzt beim Landgericht Rostock. Dort wird entschieden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird und es zu einem Prozess kommt.
Die Pressehoheit ist laut den Ermittlungsbehörden inzwischen an das Gericht übergegangen. Für die Angeklagte gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.


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