Der Soham Kindermörder ist tot: Mithäftling wegen Mordes angeklagt
DURHAM. Nach dem Tod des verurteilten Soham Mörders Ian Huntley ist in Nordostengland ein 43-jähriger Mithäftling wegen Mordes angeklagt worden. Der Beschuldigte soll am Mittwoch, 11. März 2026, per Videoschalte vor dem Magistrates’ Court in Newton Aycliffe erscheinen. Huntley war nach einer Attacke Ende Februar im Gefängnis HMP Frankland ins Krankenhaus gebracht worden und starb am 7. März.

Wie die BBC am Dienstag, 10. März 2026, berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft Anthony Russell vor, für den tödlichen Angriff in HMP Frankland verantwortlich zu sein. Die Anklage folgte nach den ersten Ermittlungen der Polizei.
Huntley war am Donnerstag, 26. Februar, nach einem Vorfall in einer Werkstatt des Gefängnisses mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Wenige Tage später starb der 52-Jährige dort.
Gerichtstermin steht fest
Der 43 Jahre alte Beschuldigte soll bereits am Mittwoch per Videoschalte vor Gericht erscheinen. Mit der Anklage beginnt nun das Strafverfahren, in dem die Vorwürfe geprüft werden.
Weitere Details zum genauen Ablauf des Angriffs wurden zunächst nicht veröffentlicht. Bis zu einer gerichtlichen Klärung gilt die Unschuldsvermutung.
Fall bleibt in Großbritannien hochsensibel
Huntley verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit einer Mindestdauer von 40 Jahren. Er war 2003 wegen der Morde an den zehnjährigen Mädchen Holly Wells und Jessica Chapman verurteilt worden, die 2002 im englischen Soham verschwanden und später tot aufgefunden wurden.
Die neue Anklage dürfte den Fall in Großbritannien erneut in den Fokus rücken. Zugleich richtet sich der Blick auf die Sicherheitslage im Hochsicherheitsgefängnis HMP Frankland und auf die Frage, wie es zu dem tödlichen Angriff kommen konnte.


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