DEREHAM. Ein 24-jähriger Mann aus der Kleinstadt in der Grafschaft Norfolk ist Ende Dezember an einer seltenen Demenzform gestorben. Seine Familie spendet sein Gehirn für die Forschung. Die Mutter will damit auch Bewusstsein schaffen, dass Demenz nicht nur ältere Menschen trifft.
Wie die BBC am 6. Jänner 2026 berichtet, starb Andre Yarham am 27. Dezember im Priscilla Bacon Lodge Hospice in Norwich. Seine Mutter entschied, das Gehirn für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung zu stellen.
Der junge Mann lebte laut Berichten mit einer frontotemporalen Demenz, die auf eine Protein Mutation zurückgeführt wird. Die Diagnose erhielt er demnach rund einen Monat vor seinem 23. Geburtstag.
Seltene Diagnose bei jungen Erwachsenen
Die frontotemporale Demenz gilt als vergleichsweise seltene Form und kann sich anders zeigen als die bekanntere Alzheimer Demenz. Betroffen sind dabei vor allem Bereiche des Gehirns, die Verhalten, Sprache und Persönlichkeit steuern.
Die Familie hofft, dass die Untersuchungen in einem Krankenhaus in Cambridge neue Erkenntnisse bringen. Ziel ist, langfristig bessere Diagnose und Behandlungsansätze zu ermöglichen.
Erste Veränderungen und rascher Verlauf
Nach Angaben der Mutter fielen zunächst Alltagssituationen auf, in denen ihr Sohn vergesslicher wirkte und ungewohnte Entscheidungen traf. Untersuchungen im Krankenhaus in Norwich zeigten demnach eine auffällige Veränderung im Gehirn, später wurde die Diagnose bestätigt.
In den Monaten danach verschlechterte sich sein Zustand deutlich. Er konnte zuletzt nicht mehr sprechen und war auf umfassende Hilfe angewiesen, bevor er in einem Pflegeheim und schließlich im Hospiz betreut wurde.
Spende soll Forschung beschleunigen
Mit der Spende verbindet die Familie die Hoffnung, dass künftige Betroffene schneller Hilfe bekommen. Gleichzeitig will die Mutter darauf aufmerksam machen, dass Demenzerkrankungen auch junge Menschen treffen können.
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