Tödliche Lawine in Tirol: Skitour endet für 58-Jährige tragisch
TIROL. Drama in den Tuxer Alpen. Eine Skitour am Gilfert endete tödlich. Eine 58-jährige Österreicherin wurde von einer Lawine verschüttet und starb trotz Reanimation.
Eine Skitour im hochalpinen Gelände des Weerbergs in Tirol ist am Samstagnachmittag tödlich ausgegangen. Auf der Nordwestseite des Gilfert löste sich auf rund 2.300 Metern Seehöhe eine Schneebrettlawine, die eine 58-jährige Österreicherin mitriss und vollständig verschüttete. Trotz raschem Großeinsatz der Rettungskräfte kam für die Frau jede Hilfe zu spät.
Die beiden Tourengeherinnen, 58 und 32 Jahre alt, waren am Vormittag vom Weerberg aus gestartet. Der Aufstieg führte zunächst über die Schipiste, später durch freies Gelände in Richtung Nonsalmen. Das Tourenziel lag oberhalb des Wetterkreuzes. Gegen 14.45 Uhr kam es bei der Abfahrt auf der Nordseite zur Katastrophe.
Schneebrett reißt Skifahrerin in Geländefalle
Oberhalb der vorausfahrenden 58-Jährigen brach plötzlich ein rund 100 Meter breites und etwa 40 Meter langes Schneebrett. Die Frau befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Geländefalle und hatte keine Möglichkeit mehr zu entkommen. Sie wurde von den Schneemassen erfasst, mitgerissen und vollständig verschüttet. Ihre 32-jährige Begleiterin blieb unverletzt und setzte sofort den Notruf ab.
Großeinsatz mit Hubschraubern und Lawinenhunden
Rettungskräfte starteten umgehend eine groß angelegte Suchaktion. Die Verschüttete konnte im Zuge einer Sondierkette in rund 1,70 Metern Tiefe geortet und ausgegraben werden. Das Notarztteam des Hubschraubers „Martin 7“ leitete umgehend Reanimationsmaßnahmen ein und flog die Frau in die Klinik Innsbruck. Dort verstarb die 58-Jährige wenig später.
Im Einsatz standen die Bergrettung Schwaz, Mayrhofen und Jenbach, drei Lawinenhundeführer, die Notarzthubschrauber „Martin 7“ und „Heli 4“, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie Alpinpolizisten und Streifen der Polizei Schwaz.
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