Familienvater (40) stirbt beim Eisbaden und filmt alles mit
WISMAR. Tragödie in Deutschland: In der norddeutschen Stadt Wismar sorgt ein Unfall für Entsetzen. Ein 40-jähriger Familienvater kam ums Leben, nachdem er in einen zugefrorenen Löschteich gestiegen war.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Riskante Aktion unter Eisdecke
Der Mann hielt sich an einem gefrorenen Teich im Stadtteil Wendorf auf. Nach bisherigen Erkenntnissen begab er sich allein in das eiskalte Wasser. Dabei soll er versucht haben, unter der Eisdecke hindurchzutauchen. Augenzeugen beobachteten, wie er ins Wasser ging, jedoch nicht mehr an die Oberfläche zurückkehrte.
Aufwendige Suche durch Rettungskräfte
Feuerwehr und Polizei leiteten umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein. Die Einsatzkräfte mussten das Eis mit technischen Geräten öffnen, um Taucher einsetzen zu können. Erst Stunden später wurde der Mann leblos aus dem Wasser geborgen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Kamera am Unglücksort gefunden
Am Unfallort entdeckten die Einsatzkräfte eine laufende Kamera. Nach Angaben der Behörden zeigt das Material den Beginn der Aktion. Weitere Details zum Inhalt des Videos wurden nicht veröffentlicht. Die Aufnahmen sind Teil der laufenden Ermittlungen.
Familie spricht von risikofreudigem Verhalten
Aus dem familiären Umfeld wurde bekannt, dass sich der Mann häufiger bei riskanten Aktionen filmte und die Videos an Angehörige schickte. Warum er sich zu der gefährlichen Aktion auf dem zugefrorenen Gewässer entschloss, ist unklar.
Eisbaden als beliebter Trend
Eisbaden hat in den vergangenen Jahren stark an Popularität gewonnen. Die Praxis, bei sehr niedrigen Temperaturen in natürliches Gewässer zu steigen, hat ihre Wurzeln in nordischen Ländern sowie in Osteuropa, wo sie seit Jahrhunderten Teil von Winterritualen ist. Heute wird Eisbaden häufig als Form der körperlichen Abhärtung betrieben und über soziale Medien verbreitet. Befürworter versprechen sich davon eine Stärkung des Immunsystems, eine verbesserte Durchblutung sowie positive Effekte auf die mentale Belastbarkeit. Wissenschaftlich gelten einige dieser Effekte als möglich, jedoch nicht eindeutig belegt. Ohne Begleitung oder Sicherung ist das Eisbaden jedoch lebensgefährlich.