Cold Case: Überführt dieses Medaillon nach 52 Jahren den Mörder der 12-jährigen Marion Baier?
DEUTSCHLAND. Über fünf Jahrzehnte nach dem brutalen Mord an der zwölfjährigen Marion Baier prüft die Kripo Fürth neue Spuren. Ein Vergleichsfall bringt Bewegung in einen der rätselhaftesten Cold Cases Bayerns.
Mehr als 52 Jahre nach der Tat kehrt ein Verbrechen zurück ins Licht der Öffentlichkeit. Der Mord an der zwölfjährigen Marion Baier aus Oberasbach beschäftigt erneut die Kriminalpolizei Fürth. Neue Untersuchungen alter Beweise haben einen frischen Ermittlungsansatz geliefert – und könnten den entscheidenden Durchbruch bringen.
Ein Verbrechen, das nie aufgeklärt wurdeIn der Nacht auf den 2. Juli 1973 endet das Leben der Schülerin gewaltsam. Ein Arbeiter entdeckt den leblosen, teils entkleideten Körper am Rand eines Neubaugebiets an der Hainbergstraße. Die Ermittler gehen damals von einem Sexualdelikt aus. Marion war zuvor auf dem Fischerfest im benachbarten Zirndorf, wo sie zuletzt gegen 20 Uhr gesehen wurde. Danach verliert sich ihre Spur.
Spuren, die bis heute Rätsel aufgeben
Nahe dem Tatort finden Beamte ein silbernes Christophorus-Medaillon, mutmaßlich vom Täter. Dazu kommen markante Schuhabdrücke der Größe 43 mit Profilen bestimmter Adidas-Turnschuhe aus den 1970er-Jahren. Auch zwei verdächtige Fahrzeuge und ein junger Mann aus Marions Umfeld geraten ins Visier – doch ein Beweis fehlt. Der Fall wird 1974 in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… Ungelöst vorgestellt, bleibt jedoch ungelöst.
Neue Parallelen, neue Hoffnung
Nun gibt es Bewegung: Ein Mordfall aus dem Allgäu weist Parallelen auf. Die Kripo Kempten ermittelt im Tod von Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 und wendet sich erneut an die Öffentlichkeit. Beide Fälle werden verglichen, die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe „Hainberg“ überprüft alte Aussagen und Spuren neu. Die Polizei richtet sich gezielt an Zeitzeugen aus Zirndorf und Oberasbach.
Für Hinweise, die zur Aufklärung oder Festnahme führen, sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Fürth unter 0911 2112-3333 entgegen, Fotos können über ein eigenes Upload-Portal übermittelt werden.
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