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Lawinen-Drama in der Steiermark: Drei Skitourengeher sterben in Pusterwald

Tips Logo Thomas Leitner, 18.01.2026 03:55

STEIERMARK. Ein Lawinenabgang in Pusterwald endet für drei tschechische Skitourengeher tödlich. 150 Einsatzkräfte kämpften am Unglücksort gegen Zeit, Kälte und schwierige Bedingungen.  

Drei Rettungshubschrauber waren in Pusterwald im Einsatz. (Foto: Marktl Robert/adobe.stock)
Drei Rettungshubschrauber waren in Pusterwald im Einsatz. (Foto: Marktl Robert/adobe.stock)

Ein dramatischer Lawinenabgang erschüttert die Steiermark. In den Bergen rund um Pusterwald verlieren drei Skitourengeher ihr Leben, während Einsatzkräfte unter Extrembedingungen um jede Minute kämpfen.

Am Samstagnachmittag, 17. Jänner 2026, wurde die Alpine Einsatzgruppe Murtal gegen 16.24 Uhr zu einem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Pusterwald alarmiert. Das Unglück ereignete sich bei einer Skitour einer siebenköpfigen Gruppe aus Tschechien und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Großeinsatz mit tragischem Ausgang.

Verschüttet unter den Schneemassen

Nach ersten Erhebungen wurden drei Mitglieder der Gruppe von der Lawine erfasst und vollständig verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten die Betroffenen rasch lokalisieren und teilweise ausgraben. Trotz sofort eingeleiteter Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen kam für alle drei Personen jede Hilfe zu spät. Die übrigen vier Skitourengeher, die nicht von den Schneemassen erfasst worden waren, wurden aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch betreut.

Großaufgebot im alpinen Gelände

Insgesamt standen rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben der Bergrettung aus den Bezirken Murtal und Liezen waren mehrere Teams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark, die Alpinpolizei, weitere Polizeikräfte, drei Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung, Freiwillige Feuerwehren sowie das Kriseninterventionsteam vor Ort. Die widrigen Wetter- und Geländeverhältnisse erschwerten die Rettungs- und Bergungsarbeiten erheblich.

Die Bergung der Verstorbenen aus dem hochalpinen Gelände wird aufgrund der aktuellen Witterung am Sonntag, dem 18. Jänner 2026, durch die Alpinpolizei mit Unterstützung der Bergrettung abgeschlossen. Der genaue Unfallhergang sowie die Identität der verunglückten Skitourengeher sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

 


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