Vater muss Entbindung seiner Frau im Krankenhaus selbst übernehmen
OXFORD. Im Women’s Centre des John Radcliffe Hospital in Oxford hat ein Vater seine Tochter nach Angaben der Familie selbst zur Welt gebracht. Das Baby wurde am 21. Februar geboren, die Eltern haben inzwischen Beschwerde eingereicht, der Klinikbetreiber entschuldigte sich und kündigte eine Untersuchung an.

Wie das Manchester Evening News am 11. März 2026 berichtet, war die Geburt laut den Eltern als risikobehaftet eingestuft worden. Demnach setzte die Wehentätigkeit rasch ein, während die Familie im Krankenhaus bereits betreut wurde.
Nach Darstellung der Eltern verließ eine eingesprungene Hebamme den Raum kurz vor der Entbindung. Der Vater, ein früherer Rettungssanitäter, habe daraufhin Handschuhe angezogen und die Geburt selbst übernommen.
Nabelschnur um den Hals
Nach Angaben der Familie kam das Mädchen mit der Nabelschnur um den Hals zur Welt. Der Vater habe die Schnur gelöst, das Baby abgetrocknet und der Mutter übergeben, bevor Personal wieder im Zimmer gewesen sei.
Die Eltern schildern den Vorfall als hoch belastend. Sie machen geltend, dass über den Rufknopf hinter dem Bett niemand erreichbar gewesen sei und sie in der Situation nicht ausreichend unterstützt worden seien. Diese Darstellung ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Klinik kündigt Aufarbeitung an
Oxford University Hospitals, der Träger des Krankenhauses, erklärte laut Berichten, man bedaure die von der Familie geschilderte Geburtserfahrung sehr. Die Hinweise würden ernst genommen, der Ablauf werde nun vollständig untersucht.


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