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Verschnaufpause für den Wald: Bundesforste ziehen positive Waldbilanz 2025

Tips Logo Thomas Leitner, 20.01.2026 13:04

ÖSTERREICH. Die Bundesforste ziehen für 2025 eine vorsichtig positive Waldbilanz. Weniger Schadholz, stabile Märkte und Fortschritte beim „Wald der Zukunft“ sorgen für Zuversicht.

Blick über den Mischwald im Kobernausserwald im ÖBf-Forstbetrieb Traun-Innviertel (Forstrevier Frauschereck) (Foto: oebf/Freund der Berge)

Nach einem schwierigen Start ins Jahr 2025 können die Österreichische Bundesforste eine insgesamt positive Waldbilanz ziehen. Trockenheit und hohe Temperaturen hatten zunächst ein massives Borkenkäferjahr befürchten lassen, doch ein kühler, feuchter Mai und ein regenreicher Juli brachten die entscheidende Entlastung für die Wälder.

Weniger Schadholz als im Vorjahr

Am Ende lag der Schadholzanteil bei rund 50 Prozent beziehungsweise etwa 895.000 Erntefestmetern. Der Großteil davon geht noch auf Unwetterschäden aus dem Jahr 2024 zurück. Jeweils rund ein Drittel entfiel auf Borkenkäferbefall und Sturmschäden, weitere Mengen auf Schneebruch. „Damit ist der Schadholzanteil im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, liegt aber immer noch auf hohem Niveau“, erklärt Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz.

Schadensbilanz deutlich gesunken

Auch wirtschaftlich zeigt sich eine Entspannung. Die Waldschadensbilanz für Prävention, Bekämpfung und Ernteverluste beläuft sich 2025 auf rund 31 Millionen Euro, nach 49 Millionen Euro im Jahr davor. Für Georg Schöppl, Vorstandssprecher der Bundesforste, ist das ein positives Signal, zugleich aber ein klarer Auftrag: Der Klimawandel bleibe bestimmender Faktor, der Waldumbau hin zu klimafitten Beständen müsse konsequent fortgesetzt werden.

Pflege, Markt und Zukunftswald

Ein Schwerpunkt lag erneut auf konsequenter Waldpflege und Borkenkäferbekämpfung. Mit rund 300.000 Erntefestmetern blieb die Menge an Käferholz stabil. Gleichzeitig zeigte sich der Holzmarkt überraschend robust, alle Lieferverträge konnten erfüllt werden. Parallel investieren die Bundesforste weiter in Personal, moderne Forsttechnik und den „Wald der Zukunft“. Der Anteil klimafitter Baumarten steigt, während die Fichtenflächen kontinuierlich reduziert werden.

Die Bilanz 2025 zeigt damit eine spürbare Verschnaufpause für den Wald – und bestätigt den eingeschlagenen Kurs einer aktiven, nachhaltigen Bewirtschaftung.


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