Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Selenskyj kündigt Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine an

Tips Logo Manuel Tonezzer, 22.01.2026 16:29

DAVOS. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj soll es ab Freitag erstmals zu Gesprächen zwischen den USA, Russland und der Ukraine kommen. Abgehalten werden die Friedensgespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In Davos kam es erneut zu einem Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski und US-Präsident Donald Trump. Foto: APA-Images / AFP / UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SER

Seit Monaten laufen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, am morgigen Freitag, dem 23. Januar, kommt es erstmals zu einem trilateralen Treffen zwischen der USA, Russland und der Ukraine.

Das kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) an. Die Gespräche sollen am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden.

„Sehr gutes“ Gespräch mit Trump

Zuvor hatte der 47-Jährige ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. Selenskyj sprach nach dem Treffen von einem „sehr guten“ Gespräch. Trump selbst bewertete die Unterredung ebenfalls als „gut“ und richtete zugleich eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Der Krieg müsse enden“.

Seit Monaten wird mit großem diplomatischem Einsatz an einem Ende des seit Februar 2022 tobenden, russischen Angriffskriegs in der Ukraine gearbeitet. Grundlage der bevorstehenden Gespräche ist eine überarbeitete Version eines ursprünglich von den USA eingebrachten Friedensplans. Zentrale Punkte sind jedoch weiterhin ungeklärt, darunter territoriale Fragen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Kritik an Europa und NATO

In seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos betonte Selenskyj allerdings, dass „ohne die USA keine Sicherheitsgarantien funktionieren würden“. Dabei äußerte er auch scharfe Kritik an der Rolle Europas sowie der NATO. „Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben“, so Selenskyj.

Das transatlantische Verteidigungsbündnis bestehe laut ihm vor allem aufgrund des Vertrauens darauf, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht untätig blieben, sondern Unterstützung leisteten. „Doch niemand hat das Bündnis bislang im Ernstfall erlebt“, sagte Selenskyj, der zugleich eine Verstärkung der Streitkräfte forderte. Außerdem sprach er sich für ein stärkeres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel aus.

 


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden