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Todesfall durch Kopfballspiel befeuert Debatte im Fußball

Tips Logo Niklas Killinger, 26.01.2026 15:40

NORTHALLERTON. Wiederholtes Kopfballspiel hat laut einem Coroner in Nordengland wahrscheinlich zur Gehirnerkrankung des früheren Manchester-United- und Schottland-Verteidigers Gordon McQueen beigetragen. McQueen starb 2023 im Alter von 70 Jahren in North Yorkshire. Als unmittelbare Todesursache wurde eine Lungenentzündung genannt.

Der frühere Man-United-Verteidiger Gordon McQueen litt an Demenz und CTE. Der untersuchende Coroner vermutet einen Zusammenhang zwischen wiederholtem Kopfballspiel im Fußball und der Erkrankung.

Wie Sky News am 26. Jänner 2026 berichtet, hielt Coroner Jon Heath in einer narrativen Schlussfolgerung fest, dass die Lungenentzündung im Zusammenhang mit einer gemischten vaskulären Demenz und einer chronisch traumatischen Enzephalopathie (CTE) stand. CTE gilt als Erkrankung, die mit wiederholten Kopfbelastungen in Verbindung gebracht wird.

Die Untersuchung fand in Northallerton (North Yorkshire) statt. Dort wurde auch thematisiert, dass McQueen zuletzt stark geschwächt und über Monate bettlägerig gewesen war.

Kombination aus Demenz und CTE als Hintergrund

McQueen war laut den Angaben 2021 mit vaskulärer Demenz diagnostiziert worden. Der Coroner sah die wiederholten Kopfeinwirkungen beim Fußball als wahrscheinlichen Beitrag zur CTE.

McQueen spielte während seiner Karriere unter anderem für Leeds United und Manchester United und kam auf 30 Länderspiele für Schottland.

Gehirnspende für Forschung

Nach dem Tod stellte die Familie das Gehirn für Untersuchungen zur Verfügung. Ein Neuropathologe bestätigte demnach Hinweise sowohl auf CTE als auch auf vaskuläre Demenz.

Als zentraler Faktor wurde eine hohe Belastung durch Kopfballspiel genannt, konkrete alternative Ursachen standen laut der Darstellung im Bericht nicht im Vordergrund.

Dies dürfte die in den letzten Jahren immer wieder aufflammende Diskussion über die gesundheitlichen Folgen des Kopfballspiels im Fußball weiter befeuern. Vor allem im Kindes- und Jugendalter wird immer wieder auf mögliche Auswirkungen aufs menschliche Gehirn hingewiesen.


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