OSLO. In Norwegen hat am Dienstag ein aufsehenerregender Prozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit begonnen. Dem 29-Jährigen werden unter anderem mehrere schwere Sexualdelikte sowie Gewalt in Beziehungen vorgeworfen. Er bestreitet die gravierendsten Anschuldigungen.
Wie RTÉ am 3. Februar 2026 berichtet, muss sich Marius Borg Høiby wegen mehrerer Delikte vor Gericht verantworten. Der Fall sorgt seit Monaten für großes öffentliches Interesse, auch weil der Angeklagte familiär eng an das Königshaus angebunden ist.
Die Hauptverhandlung findet am Oslo tingrett in Oslo statt und ist laut norwegischen Medien für 7 Wochen angesetzt.
38 Anklagepunkte im Raum
Laut Aftenposten umfasst die Anklage 38 verschiedene Vorwürfe, darunter vier Vergewaltigungen sowie Misshandlung in Beziehungen. Der 29-Jährige weist die schwersten Vorwürfe zurück.
In Norwegen gilt für Beschuldigte die Unschuldsvermutung, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.
Kronprinzenpaar kommt nicht
Der norwegische Haakon hat angekündigt, dass weder er noch Mette-Marit bei den Verhandlungstagen im Gerichtssaal anwesend sein werden. Während des Prozesses wolle das Kronprinzenpaar außerdem keine Stellungnahmen abgeben.
Gleichzeitig betonte der Kronprinz dem Bericht zufolge, dass der Angeklagte zwar zur Familie gehöre, aber nicht Teil des norwegischen Königshauses sei.
Ermittlungen laufen seit 2024
Der Fall geht auf Ermittlungen zurück, die bereits 2024 ins Rollen kamen. In diesem Zusammenhang wurde öffentlich, dass der Angeklagte nach eigenen Angaben psychische Probleme und eine längere Phase von Suchtproblemen hatte und sich in Behandlung begeben wollte.
Wie das Gericht die Vorwürfe bewertet, entscheidet sich in den kommenden Wochen im Rahmen der Hauptverhandlung.
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