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Lawinenunfall am Stubaier Gletscher: Zwei Snowboarder sterben im freien Skiraum

Tips LogoThomas Leitner, 16.02.2026 10:20

TIROL. Zwei 37-jährige Österreicher kehren von Snowboardtour nicht zurück. Am Abend startet eine Großsuche – im freien Gelände endet sie tödlich.

Skigebiet Stubaier Gletscher (Foto: hachri/adobe.stock)
Skigebiet Stubaier Gletscher (Foto: hachri/adobe.stock)

Ein Sonntag im Hochgebirge nimmt ein dramatisches Ende. Am 15. Februar 2026 meldete eine Österreicherin gegen 17.50 Uhr bei der Polizei, dass zwei 37-jährige Männer nach einem Snowboardausflug vom Stubaier Gletscher nicht wie vereinbart zurückgekehrt waren. Kurz darauf beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Großsuche zwischen Dresdner Hütte und Gamsgarten

Gegen 18.55 Uhr entdecken Ermittler das Fahrzeug eines der Männer am Parkplatz der Stubaier Gletscherbahnen. Die Suche im Bereich der Talstation und umliegender Lokale bleibt erfolglos. Um 19.30 Uhr läuft eine groß angelegte Rettungsaktion an: Bergrettung Neustift, Hundeführer der Bergrettung Tirol, Feuerwehr Neustift, Drohnenteams, Alpinpolizei und ein Polizeihubschrauber stehen im Einsatz.

Eine Handypeilung grenzt das Gebiet zwischen der Dresdner Hütte und der Talstation Gamsgarten ein. Drohnenbilder bringen schließlich Gewissheit: Im freien Skiraum im Bereich Mutterbergl auf 2.115 Metern Seehöhe ist eine Lawine abgegangen. Zwei Einfahrtsspuren sind am Lawinenanriss erkennbar, die Sturzbahn zieht sich rund 300 Höhenmeter talwärts.

LVS-Signale im Lawinenkegel

Gegen 21.30 Uhr schlagen die Lawinenverschüttetensuchgeräte im Lawinenkegel an. Zwei Signale. Wenige Minuten später bergen die Einsatzkräfte die verschütteten Snowboarder. Für beide Männer kommt jede Hilfe zu spät. Die Notärztin kann nur noch den Tod feststellen.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen. Klar ist: Der Lawinenabgang ereignete sich im freien Skiraum – abseits gesicherter Pisten.


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