Hochzeitsschock: Braut verlangt 63 Euro Eintritt von ihren Gästen
WELT. Eine Hochzeitseinladung sorgt für Aufregung. Der Grund: Gäste sollen für die Teilnahme an der Feier zahlen, konkret 75 US-Dollar pro Person, das entspricht aktuell rund 63 Euro. Im Netz sorgt der Fall für hitzige Diskussionen.

Ausgangspunkt war ein Beitrag auf der Plattform Reddit. Dort machte ein geladener Gast öffentlich, dass der Einladung ein Hinweis beigefügt war: Um die Kosten der Feier abzufedern, werde ein Betrag pro Person für das Hochzeitsmenü eingehoben. Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich der Beitrag rasant, tausende Nutzer reagierten darauf.
Einladung oder Zahlungsaufforderung?
Für viele wirkt die Bitte weniger wie eine Einladung, sondern eher wie eine Rechnung. Traditionell gilt eine Hochzeit als Fest, zu dem das Brautpaar einlädt, dazu gehören üblicherweise auch das Essen und Getränke. Dass Gäste für ihr Menü selbst aufkommen sollen, empfinden zahlreiche User als unpassend.
Geschenk wird zum Nebenthema
Besonders intensiv wird im Netz über die Auswirkungen auf Hochzeitsgeschenke diskutiert. Viele vertreten die Ansicht, dass ein verpflichtender Kostenbeitrag das klassische Geschenk ersetzt. Andere würden unter diesen Umständen gar nicht erst teilnehmen.
Heiraten wird immer teurer
Hintergrund sind steigende Kosten rund um Hochzeiten. Location, Catering, Dekoration und Fotografie summieren sich. Gleichzeitig wächst durch soziale Medien der Anspruch an perfekt inszenierte Feiern. Der Fall wirft daher eine grundsätzliche Frage auf: Sollte eine Hochzeit an die eigenen finanziellen Möglichkeiten angepasst werden oder ist es legitim, Gäste an den Kosten beteiligen zu lassen? Fest steht: Das Thema spaltet. Zwischen Tradition, Budgetdruck und Erwartungshaltung prallen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Und genau das sorgt für reichlich Gesprächsstoff.

