Lawinenserie in Tirol: Bundesheer startet Assistenzeinsatz mit Hubschrauber
TIROL. Mehrere Tote, Dutzende Einsätze und Lawinenwarnstufe 4. In Tirol eskaliert die Lage. Das Bundesheer unterstützt nun aus der Luft.

Tirol steht unter Schock. Innerhalb weniger Tage ist es zu einer dramatischen Lawinenserie gekommen. Mehr als 30 Einsätze allein am Freitag forderten die Einsatzkräfte. Mehrere Menschen verloren ihr Leben, zahlreiche Wintersportler wurden verletzt oder verschüttet. Die Lawinenwarnstufe liegt in weiten Teilen des Landes bei 4 von 5 – die Gefahr gilt als groß.
Bundesheer im Assistenzeinsatz
Auf Anforderung der Landeswarnzentrale Tirol rückte nun das Österreichische Bundesheer zum Assistenzeinsatz aus. Ein moderner Mehrzweckhubschrauber des Typs AW169 unterstützt die zivilen Einsatzkräfte.
Die Aufgaben sind klar definiert: Erkundungsflüge zur Beurteilung der Schneelage, Transport von Bergrettern in schwer zugängliches Gelände sowie Unterstützung bei Bergungen und Sprengmaßnahmen zur kontrollierten Lawinenauslösung. Ziel ist es, weitere Unglücke zu verhindern und verschüttete Personen möglichst rasch zu lokalisieren.
Warnstufe 4: Große Lawinengefahr
Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation zusätzlich. Große Neuschneemengen und starker Wind haben gefährliche Triebschneepakete gebildet. In Kombination mit instabilen Altschneeschichten entsteht ein explosives Gemisch. Spontane Lawinenabgänge sind jederzeit möglich – auch unterhalb der Waldgrenze.
Der Lawinenwarndienst und die Landespolitik appellieren eindringlich an Wintersportler, gesicherte Pisten nicht zu verlassen. Touren im freien Gelände gelten derzeit als hochriskant. Die Einsatzkräfte bleiben im Dauereinsatz, die Lage wird laufend neu bewertet.


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