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TIROL. Gewaltige Schneemassen hüllten die Franz-Senn-Hütte in eine dichte Staubwolke. Dank der Geistesgegenwart des Hüttenwirts blieb die Naturgefahr ohne Opfer.  

Franz-Senn-Hütte (Foto: Franz-Senn-Hütte)
Franz-Senn-Hütte (Foto: Franz-Senn-Hütte)

Eine gewaltige weiße Wand aus Schnee und Eis raste am Wochenende im Stubaital talwärts und hüllte die bekannte Franz-Senn-Hütte komplett in eine dichte Wolke aus Schneestaub. 

 

Glück im Unglück: Hüttenwirt schickte Gäste rechtzeitig weg

Hüttenwirt Thomas Fankhauser bewies den richtigen Instinkt und handelte bereits Tage vor dem Ereignis geistesgegenwärtig. Aufgrund der kritischen Wetterlage und des labilen Schneedeckenaufbaus hatte er alle Hausgäste vorsorglich ins Tal geschickt und Reservierungen storniert. „Wir kennen diese Lawine bereits, für die Hütte selbst bestand keine direkte Gefahr“, gab Fankhauser gegenüber Medien Entwarnung. Dennoch bot sich dem Personal ein gespenstisches Bild, als die Druckwelle und der feine Pulverschnee das Gebäude passierten. Die Lawine brach etwa 500 Höhenmeter oberhalb in großer Breite ab und donnerte über den Zustiegsweg hinweg.

Stromausfall und zerstörte Infrastruktur

Obwohl das Gebäude der Franz-Senn-Hütte standhielt, blieb das Ereignis nicht ohne Folgen für die Technik. Das eigene Kraftwerk der Hütte fiel aus, da weiter hinten im Tal liegende Lawinenabgänge vermutlich den Alpeiner Bach verlegten oder die Wasserfassung blockierten. Die Kraft der Natur zeigt sich derzeit in ganz Tirol besonders unberechenbar. Nach massiven Neuschneefällen und starkem Wind herrscht vielerorts die Lawinenwarnstufe 4, was die Arbeit der Einsatzkräfte und das Leben in den Bergen massiv erschwert.

Akute Lebensgefahr abseits der Pisten

Der Lawinenwarndienst Tirol mahnt weiterhin zu höchster Vorsicht. Die Kombination aus Altschneeproblemen und frischem Triebschnee sorgt für eine „heimtückische“ Lage, bei der Fernauslösungen jederzeit möglich sind. Experten raten dringend dazu, im freien Gelände größte Zurückhaltung zu üben.

 


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