AT-Alert wegen Lawinengefahr: Handy-Alarm in Tirol und Vorarlberg – Warnstufe 4 bleibt kritisch
ÖSTERREICH. Hohe Lawinengefahr in den Alpen. Behörden senden AT-Alert direkt aufs Handy. In Tirol und Vorarlberg gilt Warnstufe 4.

Die Lawinenlage in Österreich spitzt sich weiter zu. In mehreren alpinen Regionen gilt aktuell Warnstufe 4 von 5 – „groß“. Besonders betroffen sind Tirol und Vorarlberg. Die Behörden greifen deshalb zu einem außergewöhnlichen Mittel: Mit dem staatlichen Warnsystem AT-Alert werden Gefahrenmeldungen direkt auf Mobiltelefone geschickt.
Warnstufe 4: Große Lawinen jederzeit möglich
Warnstufe 4 bedeutet akute Gefahr. Lawinen können bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden – in steilen Hängen sogar spontan. Experten sprechen von einer sehr instabilen Schneedecke. In den vergangenen Tagen kam es zu mehreren Lawinenabgängen mit Personenbeteiligung. Bergrettungen standen im Dauereinsatz, es gab Verletzte und auch Todesopfer.
Auch Verkehrswege waren betroffen. Abschnitte rund um Lech und Zürs mussten zeitweise gesperrt werden. Die Lage bleibt angespannt.
AT-Alert schlägt Alarm auf allen Handys
Um Wintersportler, Einheimische und Touristen rasch zu erreichen, wurde erstmals flächendeckend AT-Alert aktiviert. Die Warnung erscheint automatisch auf dem Handy – ohne App oder Anmeldung. Möglich macht das die sogenannte Cell-Broadcast-Technologie. Auch Geräte im Roaming empfangen die Nachricht.
Die Meldungen enthalten klare Verhaltensempfehlungen: Gesicherte Pisten nicht verlassen, auf Variantenfahrten verzichten und aktuelle Lawinenberichte beachten.
Behörden warnen eindringlich
Die Landeswarnzentralen betonen, dass sich die Situation rasch ändern kann. Weitere Schneefälle und Wind erhöhen das Risiko zusätzlich. Der AT-Alert wird bei Bedarf erneuert, um auch neu anreisende Wintersportler zu informieren.


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