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James Webb Telescope lokalisiert Stern, der später als Supernova explodierte

Das James Webb Weltraumteleskop hat nach Berichten der NASA in Archivaufnahmen den Stern identifiziert, der später als Supernova 2025pht explodierte. Die NASA meldete das am Montag, 23. Februar 2026. Das Licht der Explosion erreichte die Erde am 29. Juni 2025, aus rund 40 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Supernova in Galaxie 40 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt; Foto: KI-generiert
Supernova in Galaxie 40 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt; Foto: KI-generiert

Die Supernova ist die Explosion eines massereichen Sterns am Ende seines Lebens. In der Galaxie NGC 1637 leuchtet der Ausbruch heute als auffälliger Punkt, doch das Team suchte gezielt nach dem Zustand davor.

Bei Webb ist Stern sichtbar, bei Hubble nicht

Die Wissenschaftler legten Aufnahmen von Hubble und Webb exakt übereinander. So fanden sie in Webb Daten aus dem Jahr 2024 genau an der späteren Explosionsstelle einen roten Überriesen, also einen sehr großen, alten Stern kurz vor seinem Ende.

Auffällig ist: In Hubble Bildern aus 2024 war dort noch nichts zu sehen. Erst nach der Explosion zeigte Hubble im Juli 2025 den hellen Nachglanz der Supernova.

Staub könnte fehlende Riesen erklären

Der gefundene Stern wirkte extrem rot. Das deutet auf viel Staub in seiner Umgebung hin, der kurzwelliges Licht schluckt. Webb beobachtet im Infrarotbereich, also in Wärmestrahlung, und kann solche eingestaubten Bereiche besser erfassen.

Damit bekommt ein altes Rätsel neue Nahrung: Astronominnen und Astronomen erwarten, dass die massereichsten Sterne vor einer Supernova besonders hell sind. In vielen Fällen tauchen sie in älteren Bildern aber nicht auf. Eine mögliche Erklärung ist, dass sie so viel Staub ausstoßen, dass sie optisch praktisch unsichtbar werden.

Staub überraschend kohlenstoffreich

Modelle zu den Webb Messungen deuten außerdem darauf hin, dass der Staub eher kohlenstoffreich ist. Erwartet worden wäre eher silikatreicher Staub, also mineralische Körnchen. Das Team vermutet, dass kurz vor der Explosion Material aus dem Inneren an die Oberfläche gelangte und dann als Staub in den Raum abgegeben wurde.

Als nächster Schritt soll nach ähnlichen roten Überriesen gesucht werden. Auch das künftige Nancy Grace Roman Weltraumteleskop könnte helfen, solche Sterne im Infrarotbereich aufzuspüren und ihre Veränderungen kurz vor dem Ende zu verfolgen.


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