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STRASSHOF AN DER NORDBAHN. Drama in Niederösterreich: Ein Einsatz wegen häuslicher Gewalt führte Anfang März zu einem umfangreichen Waffenfund im Bezirk Gänserndorf.

Symbolbild: luna/stock.adobe.com
Symbolbild: luna/stock.adobe.com

Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich bekannt gab, stellten Ermittler in einem Wohnhaus in Strasshof rund 100 Schusswaffen, etwa 550 Kilogramm Munition sowie mutmaßliches Kriegsmaterial sicher.

Polizeieinsatz nach gefährlicher Drohung

Am Abend des 2. März 2026 wurde die Polizei gegen 19:15 Uhr zu einem Wohnhaus in Strasshof an der Nordbahn gerufen. Ein 81-jähriger Mann soll seine Ehefrau gefährlich bedroht haben. Die Frau brachte sich in Sicherheit, indem sie sich in einem Raum des Hauses einschloss. Mehrere Streifen rückten zum Einsatzort aus, um die Situation zu klären.

Zahlreiche Waffen im Haus entdeckt

Während der Amtshandlung wurden die Beamten im Obergeschoss und im Keller des Hauses auf mehrere Schusswaffen aufmerksam. Einige davon lagen frei zugänglich herum. Eine Abfrage im Zentralen Waffenregister ergab, dass auf den 81-jährigen Hausbesitzer bereits rund 70 Waffen legal registriert waren. Aufgrund des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegsmaterialgesetz ordnete die Staatsanwaltschaft Korneuburg eine Hausdurchsuchung an.

Hausdurchsuchung mit Spezialkräften

Am 3. und 4. März durchsuchten Ermittler des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich gemeinsam mit weiteren Polizeieinheiten das Gebäude. Dabei stellten die Einsatzkräfte eine große Anzahl an Waffen, rund 550 Kilogramm Munition sowie diverses Waffenzubehör sicher. Nach ersten Erkenntnissen dürften sich darunter etwa 100 Waffen befinden, die illegal besessen worden sein könnten. Unter den sichergestellten Gegenständen befanden sich auch militärische Waffen, die als Kriegsmaterial gelten.

Datenträger ebenfalls sichergestellt

Neben den Waffen stellten die Ermittler auch mehrere Datenträger sicher. Diese werden derzeit vom Landeskriminalamt Niederösterreich ausgewertet. Hintergrund sind mögliche Ermittlungen wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung.

Ermittlungen laufen weiter

Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich bei dem 81-jährigen Mann um einen Waffensammler handeln. Hinweise auf einen terroristischen oder religiös motivierten Hintergrund liegen derzeit nicht vor.


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