Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Wald der Zukunft: Bundesforste pflanzen 1,5 Millionen Bäume und investieren 17 Millionen Euro

Tips LogoThomas Leitner, 17.03.2026 10:04

ÖSTERREICH. Mit 1,5 Millionen Jungbäumen starten die Bundesforste in die neue Pflanzsaison und treiben den Umbau zu klimafitten Mischwäldern voran.

Forstfacharbeiter beim Einpflanzen einer jungen Lärche (Foto: ÖBf/Lienbacher)
Forstfacharbeiter beim Einpflanzen einer jungen Lärche (Foto: ÖBf/Lienbacher)

Die Österreichischen Bundesforste starten pünktlich vor dem Internationalen Tag des Waldes am 21. März in eine gewaltige Aufforstungsoffensive. In den kommenden Monaten werden in sechs Bundesländern rund 1,5 Millionen Jungbäume gesetzt. Die Pflanzungen betreffen knapp 800 Hektar Fläche und sollen helfen, geschädigte Waldstücke nach Stürmen und Borkenkäferbefall rasch wieder zu schließen.

Mehr Vielfalt für stabile Wälder

Im Mittelpunkt steht dabei der Umbau hin zu widerstandsfähigen Mischwäldern. Besonders stark setzen die Bundesforste heuer auf die Lärche: Rund 810.000 Jungbäume entfallen auf diese Baumart. Die Fichte verliert dagegen weiter an Bedeutung und macht nur noch etwa ein Viertel der Pflanzungen aus. Zusätzlich kommen rund 100.000 Tannen in den Boden, die mit ihren tiefen Wurzeln auch trockene Phasen besser überstehen können.

Auch bei den Laubbäumen wird gezielt auf Zukunft gesetzt. Rund 75.000 Eichen und 25.000 Ahornbäume sollen vor allem in klimatisch sensiblen Regionen die Wälder robuster machen. Dazu kommen seltenere Arten wie Vogelkirsche, Wildbirne, Linde oder Schwarzpappel. Insgesamt pflanzen die Bundesforste heuer rund 40 verschiedene Baumarten.

Oberösterreich als großer Schwerpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt liegt erneut in Oberösterreich. Dort werden rund 365.000 Jungbäume gesetzt, vor allem im Steyrtal, in den Forstrevieren Reichraming und Breitenau sowie in den Wäldern östlich des Attersees. Auch Salzburg mit rund 320.000, Niederösterreich mit knapp 260.000 und die Steiermark mit rund 250.000 Bäumen zählen zu den großen Aufforstungsregionen. Tirol und Kärnten ergänzen die Pflanzoffensive mit weiteren 270.000 Jungbäumen.

Kampf gegen den Borkenkäfer läuft weiter

Neben der Aufforstung bleibt der Borkenkäfer eine der größten Herausforderungen. Hohe Temperaturen und Trockenheit begünstigen seine Ausbreitung bis in höhere Lagen. Die Bundesforste setzen deshalb auf Lockstofffallen, engmaschiges Monitoring und rasches Entfernen befallener Bäume. Allein dafür sind heuer rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt investieren die Bundesforste 2026 mehr als 17 Millionen Euro in Waldpflege, Aufforstung und Schutzmaßnahmen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden