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Vollkorn im Trend: Wie neue Produkte Geschmack, Sättigung und Gesundheit spürbar verbessern

Tips LogoThomas Leitner, 17.03.2026 17:15

ÖSTERREICH. Vollkorn verliert sein altbackenes Image. Neue Produkte schmecken milder, sind alltagstauglich und bringen mehr Ballaststoffe auf den Teller.

Vollkornbrot (Foto: Lidija/adobe.stock)
Vollkornbrot (Foto: Lidija/adobe.stock)

Vollkorn galt lange als gesund, aber auch als trocken, schwer und geschmacklich gewöhnungsbedürftig. Genau das ändert sich jetzt. Neue Mahltechnologien sorgen dafür, dass Vollkornprodukte milder schmecken, lockerer werden und sich leichter in den Alltag integrieren lassen. Brot, Nudeln oder Getreideflocken aus Vollkorn sind damit für viele Menschen deutlich attraktiver geworden. Das forum. ernährung heute sieht darin eine wichtige Chance, die Ernährung Schritt für Schritt zu verbessern.

Warum Vollkorn dem Körper mehr bringt

Der große Vorteil steckt im ganzen Korn. Anders als bei Weißmehl bleiben bei Vollkorn Kleie, Keim und Mehlkörper im natürlichen Verhältnis erhalten. Damit landen auch deutlich mehr Ballaststoffe, B-Vitamine, Eisen, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe auf dem Teller. Vor allem die Ballaststoffe spielen eine zentrale Rolle: Sie unterstützen die Verdauung, sorgen für längere Sättigung und bremsen den Blutzuckeranstieg nach dem Essen. Gleichzeitig senken sie das Risiko für Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Dickdarmkrebs.

Halbkorn als sanfter Einstieg

Wer sich an Vollkorn erst herantasten will, findet mit Halbkornprodukten einen praktischen Mittelweg. Dabei werden Vollkorn- und Weißmehlanteile kombiniert, was für einen milderen Geschmack sorgt, aber dennoch mehr Ballaststoffe liefert als klassische Weißmehlprodukte. Auch Roggenbrot kann ein einfacher Einstieg sein. Es enthält deutlich mehr Ballaststoffe als Weißbrot und lässt sich unkompliziert in den Alltag einbauen. Schon kleine Umstellungen können hier einen Unterschied machen.

Österreich isst noch zu wenig Ballaststoffe

Wie groß der Aufholbedarf ist, zeigt eine Studie der HNO-Universitätsklinik Innsbruck aus dem Jahr 2025. Demnach nahmen mehr als 800 junge Erwachsene im Schnitt nur etwa die Hälfte der empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag auf. Gerade deshalb bekommt das Thema auch in sozialen Medien mehr Aufmerksamkeit. Unter dem Schlagwort „Fibremaxxing“ wird diskutiert, wie sich Ballaststoffe gezielt steigern lassen. Vollkorn ist dafür eine besonders einfache Lösung: 100 Gramm ungekochte Vollkornnudeln liefern 11,5 Gramm Ballaststoffe, helle Nudeln nur 5,1 Gramm. Auch bei Brot ist der Unterschied deutlich. Moderne Verarbeitung nimmt Vollkorn dabei heute viel von seiner früheren Schwere und macht den Umstieg leichter.  


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