Hotel Sacher Wien: Zum 150er startet die Luxus-Ikone mit Erwin-Wurm-Kunst direkt vor dem Eingang
WIEN. Zum 150. Geburtstag setzt das Hotel Sacher Wien ein starkes Zeichen. Zwei Skulpturen von Erwin Wurm eröffnen das Jubiläumsjahr mitten in der City.

1876 öffnete das Hotel Sacher Wien seine Türen, 2026 feiert die Wiener Luxusadresse ihren 150. Geburtstag. Zum Auftakt des Jubiläums wurden am Donnerstag, 26. März 2026, vor dem berühmten Hoteleingang die Erwin-Wurm-Skulpturen „Step Big“ und „Dancer“ enthüllt. Bei dem Termin dabei: der Künstler selbst, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und die Eigentümerfamilie. Die beiden Werke bleiben das gesamte Jubiläumsjahr über vor dem Hotel stehen.
Kunst-Start für ein großes Jubiläum
Der Auftakt ist bewusst spektakulär gewählt. Vor dem Sacher stehen nun zwei überdimensionale Taschen auf langen, dünnen Beinen – eine typisch irritierende, zugleich sofort wiedererkennbare Bildsprache von Erwin Wurm. Die Installation versteht sich als Reflexion über das „unsichtbare Gepäck“, das Menschen mit sich tragen: Herkunft, Geschichte, Erfahrungen und all das, was Identität prägt. Damit setzt das Traditionshaus gleich zu Beginn seines Jubiläumsjahres ein sichtbares Statement zwischen Wiener Geschichte, Gegenwartskunst und internationalem Glamour.
Sacher setzt auf Tradition und Erneuerung
Die Eigentümer Alexandra Winkler und Georg Gürtler betonen zum Jubiläum die Verbindung aus gelebter Tradition und ständiger Erneuerung. Genau das passt zum Haus wie kaum etwas anderes. Das Hotel Sacher Wien zählt heute zu den wenigen familiengeführten Fünf-Sterne-Superior-Hotels in Privatbesitz. Es ist Mitglied bei „The Leading Hotels of the World“ und wurde zuletzt auch in „The World’s 50 Best Hotels 2025“ aufgenommen – als einziges Hotel aus dem deutschsprachigen Raum auf der Liste.
Von der Torte zur Weltmarke
Die Geschichte hinter dem Namen beginnt sogar noch früher als das Hotel selbst. Bereits 1832 kreierte Franz Sacher die Original Sacher-Torte, die bis heute in Handarbeit hergestellt wird und längst zum kulinarischen Wahrzeichen Wiens geworden ist. Mit der Eröffnung des Hotels im Jahr 1876 führten Eduard Sacher und später Anna Sacher diese Erfolgsgeschichte weiter. Das Haus entwickelte sich rasch zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt von internationalem Rang – ein Ruf, den es bis heute pflegt. Auch die offizielle Sacher-Historie verweist darauf, dass das Hotel seit seiner Eröffnung ein fixer Teil der Wiener Kulturgeschichte ist.
Wiener Wahrzeichen mit Signalwirkung
Auch Bürgermeister Michael Ludwig würdigte das Sacher als wichtigen Botschafter Wiens in der Welt. Tatsächlich ist das Haus weit mehr als ein Nobelhotel. Direkt gegenüber der Staatsoper gelegen, steht es wie kaum ein anderes für die elegante, klassische und zugleich weltläufige Seite der Stadt.


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