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SAPPORO. Ein gigantischer Oktopus schwamm zur Zeit der Dinosaurier durch die Meere. Die Art Nanaimoteuthis haggarti könnte laut einer neuen Studie bis zu 19 Meter lang geworden sein und zählte wohl zu den Spitzenräubern ihrer Zeit.

Ein urzeitlicher Riesenoktopus könnte bis zu 19 Meter lang gewesen sein und zählte wohl zu den Spitzenräubern der Kreidezeit. (Symbolbild); Foto: Anna/stock.adobe.com, KI-generiert

Fossilien seiner Kieferstruktur zeigen, dass das Tier vor rund 86 bis 72 Millionen Jahren lebte. Wie Sky News am 24. April 2026 berichtet, ordnen Forschende den Oktopus als einen der größten bekannten Wirbellosen ein.

Die untersuchten Funde stammen aus Japan und von Vancouver Island in Kanada. Besonders auffällig sind starke Abnutzungsspuren am Schnabel, dem harten Kieferteil eines Oktopus.

Kräftiger Biss auf harte Beute

Die Spuren deuten darauf hin, dass Nanaimoteuthis haggarti harte Strukturen wie Knochen und Schalen zerbeißen konnte. Als mögliche Beute nennen die Forschenden große Fische, Muscheln und andere Meerestiere mit festen Körperteilen.

Damit dürfte der Riesenoktopus in einer ähnlichen ökologischen Rolle gestanden haben wie Meeressaurier und Haie. Die Studie verändert damit den Blick auf die Nahrungsketten der Kreidezeit, in denen offenbar nicht nur große Wirbeltiere dominierten.

Ausgestorben mit den Dinosauriern

Der Riesenoktopus war trotz seines gewaltigen Körpers kein Tier der heutigen Meere. Nach aktuellem Forschungsstand verschwand Nanaimoteuthis haggarti im großen Aussterbeereignis vor rund 66 Millionen Jahren, bei dem auch die Dinosaurier ausstarben.

Für Forschende sind solche Funde besonders wertvoll, weil weiche Körper von Oktopussen nur selten als Fossilien erhalten bleiben. Der harte Schnabel liefert deshalb wichtige Hinweise auf Größe, Lebensweise und Jagdverhalten dieser Tiere.


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