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PASADENA/USA. Wissenschaftler am California Institute of Technology berichten über AT2025ulz, ein rätselhaftes Lichtsignal aus rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Das Ereignis wurde nach einem Gravitationswellen-Signal vom 18. August 2025 beobachtet. Wie Science Daily berichtet, könnte das Ereignis auf eine „Doppelexplosion“, eine bislang nicht bestätigte neue Art kosmischer Explosion hinweisen.

Wissenschaftler sehen Hinweis auf neuartige kosmische Explosion (Symbolbild); Foto: KI-generiert
Wissenschaftler sehen Hinweis auf neuartige kosmische Explosion (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Zunächst sah die Erscheinung wie eine Kilonova aus. Das ist ein Ausbruch, der entsteht, wenn zwei Neutronensterne zusammenstoßen. Neutronensterne sind extrem dichte Reste großer Sterne und können auf kleinem Raum mehr Masse als die Sonne enthalten.

Nach wenigen Tagen änderte sich das Bild. Das Objekt wurde wieder heller, zeigte blaueres Licht und trug Spuren von Wasserstoff. Solche Merkmale passen eher zu einer Supernova, also zur Explosion eines sterbenden großen Sterns.

Signal kam kurz nach Gravitationswellen

Den ersten Hinweis lieferten die LIGO Detektoren in den USA und Virgo in Italien. Sie registrierten Gravitationswellen, also winzige Wellen im Raum bzw. in der Raumzeit, die durch eine beschleunigte Masse ausgelöst werden. Kurz danach fand die Zwicky Transient Facility am Palomar Observatorium eine rasch verblassende rote Quelle in derselben Himmelsregion.

Mehrere Teleskope verfolgten das Ereignis weiter. Anfangs ähnelte die rote Farbe der Kilonova von 2017, dem bisher klarsten Nachweis eines solchen Ausbruchs. Dort entstanden schwere Elemente wie Gold, die blaues Licht verschlucken und rotes Licht stärker durchlassen.

Zwei Explosionen könnten zusammenfallen

Das Wissenschaftlerteam um Astronomin Mansi Kasliwal schlägt eine vorsichtig formulierte Erklärung vor. Eine Supernova könnte zwei sehr kleine neu entstandene Neutronensterne hervorgebracht haben. Diese könnten kurz darauf ineinander gestürzt sein und eine zweite Explosion ausgelöst haben.

Für dieses mögliche Doppelereignis verwenden die Forschenden den Begriff Superkilonova. Gemeint ist eine Kilonova, die in einer Supernova verborgen liegt. Bestätigt ist diese Deutung aber nicht.

Weitere Funde sollen Klarheit bringen

AT2025ulz passt weder sauber zu einer normalen Kilonova noch zu einer gewöhnlichen Supernova. Besonders auffällig ist, dass die Daten auf mindestens ein Objekt hindeuten, das leichter als typische Neutronensterne ist. Solche sehr leichten Neutronensterne sind bislang theoretisch möglich, aber nicht direkt belegt.

Die Forschenden wollen deshalb nach ähnlichen Fällen suchen. Künftige Himmelsdurchmusterungen mit neuen Teleskopen könnten zeigen, ob AT2025ulz ein seltener Sonderfall war oder der erste Hinweis auf eine neue Klasse von Sternexplosionen.


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