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Waldbrand im Lesachtal: 980 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen – „Brand aus“ rückt näher

Tips LogoThomas Leitner, 26.04.2026 12:20

KÄRNTEN. Der Großbrand im Lesachtal ist auf 110 Hektar eingegrenzt. Einsatzkräfte kämpfen weiter – im Laufe der Woche wird „Brand aus“ erwartet.
 

Waldbrand Lesachtal (Foto: FF Abschnitt Oberland/Osttirol)
Waldbrand Lesachtal (Foto: FF Abschnitt Oberland/Osttirol)

Seit Donnerstagabend hält ein gewaltiger Waldbrand das Lesachtal in Atem. Nach dramatischen Stunden im steilen Gelände gibt es nun vorsichtige Hoffnung: Die Flammen konnten auf rund 110 Hektar eingegrenzt werden, ein „Brand aus“ wird im Laufe der Woche erwartet.

Hunderte Helfer im Dauereinsatz

Seit der Alarmierung standen bereits 980 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt werden sie von Bundesheer, Flugpolizei, Rettungskräften, Bergrettung sowie Einsatzkräften aus mehreren Bundesländern. Auch Gerätschaften kamen aus Niederösterreich, Wien, der Steiermark, Tirol und Salzburg.

Landeshauptmann Daniel Fellner machte sich am Sonntag selbst ein Bild der Lage und sprach allen Helfern seinen großen Respekt aus. Zugleich appellierte er an Arbeitgeber, Feuerwehrleute für den Einsatz freizustellen. Das Land Kärnten zahlt dafür 200 Euro Entschädigung pro Person und Tag.

1,14 Millionen Liter Wasser aus der Luft

Aktuell sind sieben Hubschrauber im Einsatz, drei vom Bundesheer und vier von der Polizei. Sie flogen bisher rund 1,14 Millionen Liter Wasser über das Brandgebiet. Das Angebot italienischer Canadair-Löschflugzeuge wurde aus taktischen Gründen nicht angenommen, da die Hubschrauber im Gelände deutlich schneller umlaufen können.

Jetzt beginnt die harte Arbeit am Boden

Die Einsatzleitung stellt sich auf weitere schwierige Tage ein. Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin sprach von der beginnenden „Knochenarbeit der Bodentruppen“. Im steilen, schwer zugänglichen Gelände greifen die Mannschaften nun von zwei Flanken aus an, während die Löscharbeiten aus der Luft weiterlaufen.

Keine Verletzten, aber große Sorge

Laut Bezirkshauptmann Heinz Pansi konnten Gefahren für Leib und Leben bisher abgewendet werden. Verletzte gab es nicht. Für die Menschen im Lesachtal bleibt die Lage dennoch belastend. Bürgermeister Bernhard Knotz sprach von einer persönlichen „Feuertaufe“ und verwies auf die Folgen von Sturm Vaia und Käferbefall. Für viele Bauern sei der Brand existenzgefährdend.

Einsatzleiter Gerd Guggenberger berichtete von drei bis vier Meter hohen Flammen am Donnerstagabend. Besonders bewegend: Wegen des Einsatzes musste er sogar die Firmung seiner Tochter verschieben.

 


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