Sohn von Kronprinzessin Mette-Marits beantragt Fußfessel statt Untersuchungshaft
OSLO. Marius Borg Høiby will die Untersuchungshaft verlassen. Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit beantragt Hausarrest mit elektronischer Fußfessel. Am Mittwoch, 6. Mai 2026, soll das Bezirksgericht Oslo darüber verhandeln.

Der 29-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und ist in 40 Punkten angeklagt. Darunter befinden sich vier Vergewaltigungsvorwürfe. Wie ntv.de am 05.05.2026 berichtet, wurde eine Entlassung aus der U-Haft zuvor bereits zweimal abgelehnt.
Seine Verteidigung versucht nun eine andere Lösung. Statt Gefängnis soll Høiby demnach bis zum Prozessende unter Hausarrest stehen und elektronisch überwacht werden.
Gesetz erlaubt neue Lösung
In Norwegen ist ein solcher Antrag seit August 2025 möglich. Voraussetzung ist unter anderem ein fester Wohnsitz. Genau dieser Punkt könnte im Verfahren eine wichtige Rolle spielen.
Høiby wohnte bis Ende November 2025 auf dem Gelände von Schloss Skaugum. Danach zog er in eine Wohnung im Osloer Stadtteil Frogner, dort soll er inzwischen aber nicht mehr gemeldet sein.
Rückkehr nach Skaugum möglich
Nach Angaben seiner Verteidigung könnte Høiby wieder auf das Schlossgelände zurückziehen. Dort stehe ein Haus leer. Ein Mietvertrag soll bereits abgeschlossen worden sein.
Ein zentraler Punkt der Anhörung bleibt die Frage nach einer möglichen Rückfallgefahr. Im März hatte ein Berufungsgericht eine Haftentlassung wegen der Schwere der Vorwürfe und einer angenommenen hohen Rückfallgefahr abgelehnt.
Die Vorwürfe gegen Høiby sind nicht rechtskräftig entschieden. Ein Urteil wird laut Bericht im Juni erwartet.


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