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CASORIA. Ein tragischer Vorfall erschüttert derzeit Italien: In der Stadt Casoria bei Neapel ist ein 16-jähriger Jugendlicher vor einigen Tagen gestorben, kurz nachdem er ein Eis gegessen hatte. Die italienischen Behörden haben Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache des Todes zu klären.

Symbolbild: carballo/stock.adobe.com
Symbolbild: carballo/stock.adobe.com

Nach bisherigen Erkenntnissen litt der Jugendliche seit seiner Kindheit an einer schweren Milcheiweißallergie. Anders als eine Laktoseintoleranz kann diese Form der Allergie bereits durch kleinste Spuren von Milchproteinen lebensgefährliche Reaktionen auslösen.

Eis soll eigentlich milchfrei gewesen sein

Laut italienischen Medienberichten hatte der Jugendliche ein Fruchteis beziehungsweise eine milchfreie Sorte bestellt. Die betroffene Eisdiele soll ihm bereits bekannt gewesen sein. Berichten zufolge wussten auch Mitarbeiter des Geschäfts über seine Allergie Bescheid. Nur kurze Zeit nach dem Eisessen verschlechterte sich der Zustand des Jugendlichen jedoch dramatisch. Er entwickelte schwere allergische Symptome und erlitt offenbar einen anaphylaktischen Schock.

Rettung kam zu spät

Freunde brachten den 16-Jährigen zunächst zu seinem Vater. Dort wurde versucht, die allergische Reaktion mit Medikamenten einzudämmen. Trotz des schnellen Handelns verschlechterte sich sein Zustand weiter. Auch die alarmierten Rettungskräfte konnten das Leben des Jugendlichen letztlich nicht mehr retten. Der Vorfall sorgt in Italien für große Betroffenheit und löste erneut eine Diskussion über den Umgang mit schweren Lebensmittelallergien aus.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft untersucht inzwischen, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Die Ermittler sicherten Proben des Eises sowie weitere Zutaten aus der betroffenen Eisdiele. Eine Obduktion soll klären, ob möglicherweise Milchbestandteile durch eine Verwechslung oder durch Kreuzkontamination in das Produkt gelangt sein könnten. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die genaue Todesursache offiziell offen. Die Behörden prüfen derzeit alle möglichen Szenarien. 


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