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Zwei Siege fehlen: So erreicht Alexander Zverev das Finale der French Open 2026

Tips LogoManuel Tonezzer, 01.06.2026 11:00

PARIS. Nach dem Ausscheiden von Jannik Sinner und Novak Djokovic ist Alexander Zverev der große Favorit auf den Titel bei den French Open 2026. In Roland Garros erwarten den Deutschen aber noch zahlreiche Stolpersteine. Auf diese Spieler würde Zverev auf seinem Weg in ein mögliches Endspiel noch treffen.

Alexander Zverev steht im Viertelfinale der French Open 2026. Dort trifft er auf einen 19-Jährigen. Foto: APA-Images / REUTERS / Stephane Mahe

Nach einem holprigen Start erholte sich Alexander Zverev im Achtelfinale der diesjährigen French Open gegen den Niederländer Jesper de Jong schnell und zog nach etwas mehr als zwei Stunden mit 7:6 (3), 6:4 und 6:1 ins Viertelfinale ein.

Der Deutsche könnte sich in diesem Jahr endlich den Traum seines ersten Grand-Slam-Titels erfüllen und hat nach dem Ausscheiden von Jannik Sinner und Novak Djokovic in Roland Garros klar die Favoritenrolle inne – ist er als Weltranglistendritter doch der höchstplatzierte Spieler in der ATP-Weltrangliste, der noch im Turnier vertreten ist.

Nun wartet ein 19-jähriges Toptalent

Bisher musste Zverev lediglich im Drittrundenmatch gegen Quentin Halys einen Satz abgeben, präsentiert sich ansonsten in einer sehr souveränen Verfassung. In der nächsten Runde erwartet den Hamburger aber der erste richtige Stolperstein: Der aufstrebende spanische Sandplatzspezialist Mir Jodar. Der 19-Jährige spielte sich in dieser Sandplatzsaison ins Rampenlicht, gewann das Turnier in Marrakesch und spielte auch in Barcelona, Madrid und Rom groß auf.

In der Weltrangliste kletterte Jodar inzwischen auf Platz 29. Bei den French Open hatte er zwar mehrfach zu kämpfen – unter anderem gegen Alex Michelsen und Pablo Carreno Busta ging es in den fünften Satz – das bessere Ende hatte aber der Spanier. Am morgigen Dienstag, dem 2. Juni, bekommt es nun Zverev mit dem Youngster zu tun.

Mögliches Halbfinale gegen Mitfavorit Fonseca

In einem möglichen Halbfinale würde Zverev auf den Sieger des Duells zwischen Jakub Mensik und Joao Fonseca treffen. Ersterer fühlt sich auf Sand zwar nicht pudelwohl, konnte aber mit Siegen über Alex de Minaur und Andrey Rublev bereits zwei kräftige Ausrufezeichen setzen.

Fonseca präsentiert sich ebenfalls als Favoritenschreck und warf mit Novak Djokovic und Casper Ruud zwei Mitfavoriten auf den French-Open-Titel aus dem Bewerb.

Gegen beide Athleten bräuchte Zverev wohl eine hochkonzentrierte Leistung, insbesondere Fonseca avancierte in den vergangenen Tagen zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten.

Endspiel gegen Auger-Aliassime?

Im Finale würde Zverev dann auf einen Spieler aus dem anderen Turnierast treffen, in dem ursprünglich Jannik Sinner vertreten war.

Dort ist der Kanadier Felix-Auger Aliassime nun gemäß der Setzliste der höchstplatzierte Spieler. Er muss sein Achtelfinale gegen Alejandro Tabilo aber noch bestreiten. Ansonsten sind in diesem Ast noch Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerundolo, Matteo Berrettini, Frances Tiafoe, Matteo Arnaldi, Flavio Cobolli und Zachary Svajda vertreten.

Zverevs großer Traum lebt

Von den im Turnier verbliebenen Spielern gilt Zverev als klarer Titelfavorit. 2024 erreichte er in Paris bereits das Finale, musste sich dort jedoch nach fünf Sätzen dem Carlos Alcaraz geschlagen geben. Darüber hinaus stand der 29-Jährige bei den French Open bereits dreimal im Halbfinale. Dazu konnte abgesehen von ihm noch keiner der verbleibenden Spieler überhaupt je das Halbfinale in Roland Garros erreichen - oder einen Masters-1000-Titel auf Sand gewinnen. 

Will sich der Hamburger den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel erfüllen, sind seine Chancen in diesem Jahr so gut wie nie zuvor – und womöglich auch so gut wie nie wieder.


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