Iran verliert wohl Fan-Kontingent bei WM in den USA
USA. Der iranische Fußballverband meldet kurz vor der WM 2026 den Entzug seines Ticketkontingents für die Gruppenspiele in den USA. Betroffen sind nach Verbandsangaben Fans, die bereits Reisepläne hatten. Von FIFA und den Organisatoren gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme.

Wie RP Online am 09. Juni 2026 berichtet, dürfte der Iran beim Turnierstart weitgehend ohne eigene Anhänger in den Stadien auskommen müssen. Der Verband FFIRI spricht davon, dass die zugeteilten Karten nicht mehr über den offiziellen Weg an iranische Fans ausgegeben werden können.
Nach FIFA-Regeln erhalten teilnehmende Verbände üblicherweise ein Kontingent für ihre Fans. Dieses soll bei der WM 2026 acht Prozent der Tickets pro Spiel ausmachen. Der Iran kritisiert den Vorgang als politisch motivierte Benachteiligung.
Spiele in Los Angeles und Seattle
Sportlich startet der Iran am 15. Juni gegen Neuseeland in die Gruppenphase. Danach folgen die Partien gegen Belgien am 21. Juni und gegen Ägypten am 26. Juni. Die ersten beiden Spiele finden im Raum Los Angeles statt, das dritte in Seattle.
Der Verband gibt an, mit dem Verkauf bereits begonnen zu haben. Mehrere Fans hätten sich demnach auf die Reise vorbereitet. Ob bereits bezahlte Karten betroffen sind und wie viele Personen konkret keine Tickets erhalten, ist derzeit offen.
Visa-Probleme belasten Vorbereitung
Die Ticketfrage ist nicht der einzige Streitpunkt vor dem Turnier. Rund um die Einreise in die USA gab es bereits Probleme für Teile der iranischen Delegation. Die Mannschaft bezog ihr WM-Quartier deshalb in Tijuana in Mexiko statt wie ursprünglich geplant in Arizona.
Die Spieler sollen Visa erhalten haben, mehrere Mitarbeiter aber nicht. Der Iran fordert nun von FIFA und Veranstaltern, die Teilnahme der Fans nach den geltenden Regeln zu ermöglichen. Ob es vor dem ersten Gruppenspiel noch eine Lösung gibt, ist unklar.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden