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ÖSTERREICH. Hildegard Breiner erhält den Österreichischen Naturschutzpreis. Der Naturschutzbund ehrt damit ihr jahrzehntelanges Engagement für Natur, Umwelt und Vorarlberg.

Hildegard Breiner (Foto: Thomas Janke)
Hildegard Breiner (Foto: Thomas Janke)

Die langjährige Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg, Hildegard Breiner, wurde bei der Jahreshauptversammlung in Dornbirn für ihr jahrzehntelanges Engagement im Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet. Die Medaille übergab Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich. Breiner war von 1995 bis 2026 Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg und engagierte sich über Jahrzehnte auch auf Bundesebene.

Einsatz gegen Atomkraft prägte ihr Wirken

Breiner zählt zu den prägenden Stimmen der österreichischen Anti-Atom-Bewegung. Bereits 1978 engagierte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Franz Viktor Breiner gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf. In Vorarlberg stimmten damals 85 Prozent gegen das Atomkraftwerk.

Ihr Einsatz gegen Atomenergie blieb nicht auf Zwentendorf beschränkt. Breiner setzte sich auch später gegen Atomkraft und für erneuerbare Energien ein. Für ihr Engagement erhielt sie unter anderem den Nuclear-Free Future Award.

SonnenSchein-Kampagne brachte Photovoltaik voran

Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Förderung von Solarenergie. 1996 startete Breiner die SonnenSchein-Kampagne, um Photovoltaik in Vorarlberg bekannter zu machen. Die Initiative trug dazu bei, dass in den ersten beiden Jahren in 30 von 96 Vorarlberger Gemeinden Solarstrom-Gemeinschaftsanlagen entstanden.

Aus der Kampagne entwickelten sich weitere Projekte. Dazu zählten ein SonnenSchein-Stipendium für Länder des Südens sowie die Aktion „40 Sonnenkindergärten in Vorarlberg“. Damit verband Breiner Umweltschutz, Bildungsarbeit und konkrete Energieprojekte.

Preis wird seit 1975 vergeben

Der Österreichische Naturschutzpreis wird seit 1975 vom Naturschutzbund Österreich verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich fachlich fundiert, öffentlich wirksam und mit Zivilcourage für Natur und Umwelt einsetzen.

Die Medaille zeigt die athenische Eule. Sie steht für Weisheit, Wachsamkeit und wissenschaftliche Erkenntnis. In der Vergangenheit erhielten unter anderem Dolores Bauer, Friedensreich Hundertwasser, Freda Meissner-Blau, Thomas Wizany, Bluatschink und Kurt Kotrschal den Preis.

„Ich gratuliere Hildegard Breiner – im Namen des gesamten Naturschutzbundes – aufs Herzlichste für diese hohe und höchst verdiente Auszeichnung für ihr unvergleichliches und unbeirrbares Engagement für den Schutz unserer heimischen Natur und Umwelt“, sagt Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich.


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