500.000 Einsätze: ÖAMTC-Flugrettung rettet seit 1983 Leben im Minutentakt
ÖSTERREICH. Eine halbe Million Einsätze: Die ÖAMTC-Flugrettung erreicht einen historischen Meilenstein. Heute sind Herzinfarkt und Schlaganfall die häufigsten Notfälle.

Die ÖAMTC-Flugrettung hat einen historischen Meilenstein erreicht: Am 14. Mai 2026 wurde der 500.000. Einsatz seit der Gründung im Jahr 1983 geflogen. Alarmiert wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 18 zu einem neurologischen Notfall im Burgenland. Nach der Erstversorgung brachte die Crew den Patienten ins AKH Wien. Was einst mit zwei Stützpunkten und 191 Einsätzen begann, ist heute ein unverzichtbarer Teil der österreichischen Notfallversorgung.
Vom Unfallhelfer zum Lebensretter
Während in den Anfangsjahren vor allem schwere Verkehrsunfälle den Alltag der Flugretter bestimmten, hat sich das Einsatzspektrum deutlich verändert. Heute stehen internistische und neurologische Notfälle wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle im Mittelpunkt. Gerade hier zählt jede Minute. Jährlich werden die Crews mittlerweile zu mehr als 21.000 Einsätzen alarmiert und sorgen dafür, dass Patienten möglichst rasch in spezialisierte Kliniken gebracht werden.
24 Stützpunkte und Blick in die Zukunft
Die ÖAMTC-Flugrettung betreibt heute 24 Stützpunkte in Österreich, darunter vier saisonale Basen sowie einen Intensivtransporthubschrauber. Drei Standorte sind sogar rund um die Uhr einsatzbereit. Parallel dazu wird laufend in Technik und Ausbildung investiert. Künftig sollen die neue Hubschraubergeneration H140, satellitengestützte Flugverfahren und sogar Drohnen für den Transport medizinischer Güter die Notfallversorgung weiter verbessern.
Laut einer Studie zahlt sich die Flugrettung auch wirtschaftlich aus: Jeder investierte Euro bringt einen gesellschaftlichen Nutzen von rund zehn bis zwölf Euro, weil Folgeschäden und Behandlungskosten reduziert werden können. Für die ÖAMTC-Flugrettung ist der 500.000. Einsatz daher nicht nur ein Jubiläum, sondern auch ein Auftrag, das Rettungssystem kontinuierlich weiterzuentwickeln.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden