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Buckelwal Hartwin nähert sich Deutschland – droht die nächste Wal-Tragödie?

Tips LogoManuel Tonezzer, 06.07.2026 17:02

DEUTSCHLAND. Buckelwal „Hartwin“ ist möglicherweise auf dem Weg nach Deutschland. Experten gehen davon aus, dass der Meeresriese in absehbarer Zeit sterben könnte – möglicherweise strandet er dabei vor der deutschen Küste.

Buckelwale sind weltweit in allen großen Ozeanen verbreitet und wandern jährlich zwischen polaren Futtergebieten und tropischen oder subtropischen Fortpflanzungsgebieten. stock.adobe.com/ Ahturner

Die Erinnerungen an Buckelwal „Timmy“ sind noch frisch – nun sorgt bereits der nächste Meeresriese für Besorgnis.

Buckelwal „Hartwin“ soll am 5. Juli in Egernsundbroen gesichtet worden sein und soll sich seitdem stetig nach Süden bewegen. Inzwischen könnte er sich nur noch wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt befinden – oder möglicherweise gar schon in deutschen Gewässern.

Buckelwal Hartwin könnte vor Deutschland stranden

Dort droht ihm wohl ein tragisches Ende.

Experten befürchten, dass auch Buckelwal „Hartwin“ nicht mehr zu retten ist. Für Heiko Buch-Illing, Leiter des Forschungszentrums Fjord&Bælt in Kerteminde, sind die Warnsignale nämlich eindeutig, wie er gegenüber „Newstime“ verriet: Das rund 15 Meter lange Tier bewegt sich auffällig langsam und hält sich ungewöhnlich nah an der Wasseroberfläche auf.

Besonders besorgniserregend ist die helle Verfärbung seiner Haut – normalerweise besitzen Buckelwale eine dunkle Färbung.

„Wenn man sich die Oberfläche des Wals anguckt, ist sie sehr hell. Das sieht schon sehr befallen aus“, erklärte Buch-Illing. Der Experte wertet dies als deutliches Zeichen für einen starken Parasitenbefall.

Düstere Prognose um Buckelwal Hartwin

Seine Prognose fällt entsprechend düster aus: „Da gibt’s keine Chance. Er wird sterben.“ In spätestens einem Monat, womöglich aber schon in einer Woche, rechnet der Wissenschaftler mit einer Strandung. Auch ein natürlicher Tod sei nicht ausgeschlossen – aufgrund seiner Größe könnte Hartwin bereits ein älteres, geschwächtes Tier sein.

Was passiert, wenn Hartwin vor der deutschen Küste strandet?

Genau diese Frage stellen sich derzeit viele. Auch das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegenüber „Newstime“ bereits dazu geäußert. Sollte Hartwins Weg weiter nach Süden führen, würde der Wal nänlich wieder in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums fallen.

„Es handelt sich bei dem Wal um ein Wildtier und es besteht keine Rechtsgrundlage, in sein Leben einzugreifen“, betont die Sprecherin gegenüber „Newistime“. Denn: Aktuell befände sich das Tier „nicht in unseren Hoheitsgewässern“.

Die Situation sei dem Ministerium bekannt, man beobachte die Meldungen dazu. Mit den dänischen Behörden bestehe in der Sache bislang kein Kontakt.


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