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DÄNEMARK. Die Bilder des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ sind vielen noch in Erinnerung. Nun sorgt vor Dänemarks Küste bereits der nächste Meeresriese für Besorgnis: Experten befürchten, dass auch Buckelwal „Hartwin“ nicht mehr zu retten ist.

Buckelwale sind in der Ostsee äußerst selten. Meist verirren sich einzelne Tiere von der Nordsee über die dänischen Meerengen in das Binnenmeer. Symbolbild: stock.adobe.com/Miguel

Die Erinnerungen an Buckelwal „Timmy“ sind noch frisch – nun sorgt bereits der nächste Meeresriese vor Dänemarks Küste für Besorgnis.

Am 23. Juni wurde ein rund 15 Meter langer Buckelwal vor der Insel Fünen gesichtet. Das Tier erhielt den Namen „Hartwin“. Doch nach Einschätzung von Experten steht es schlecht um den Wal.

„Hartwin“ befindet sich in kritischem Gesundheitszustand

Für Heiko Buch-Illing, Leiter des Forschungszentrums Fjord&Bælt in Kerteminde, sind die Anzeichen eindeutig. Mit seinen geschätzten 15 Metern übertrifft „Hartwin“ seinen Vorgänger „Timmy“ zwar um gut zwei Meter.

Seine imposante Größe kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Tier offenbar in einem kritischen Gesundheitszustand befindet.

Wal bewegt sich auffällig langsam

Der Buckelwal bewegt sich auffällig langsam und hält sich ungewöhnlich nah an der Wasseroberfläche auf. Für den Meeresbiologen sind das klare Warnsignale.

„Wenn man sich die Oberfläche des Wals anguckt, ist sie sehr hell. Das sieht schon sehr befallen aus“, erklärte Buch-Illing gegenüber „Newstime“. Normalerweise besitzen Buckelwale eine dunkle Haut. Die auffällige Verfärbung deutet nach Einschätzung des Experten auf einen starken Parasitenbefall hin.

Experte sicher: „Hartwin wird sterben“

Seine Prognose fällt entsprechend düster aus. „Da gibt‘s keine Chance. Er wird sterben.“ Sollte „Hartwin“ nicht rechtzeitig flache Gewässer erreichen, um sich auszuruhen, drohe ihm das Ertrinken.

Ebenso sei eine Strandung wahrscheinlich. „In spätestens einem Monat, vielleicht einer Woche, vielleicht auch zwei, wird der Wal stranden“,, prognostizierte der Wissenschaftler.

Natürlicher Tod nicht ausgeschlossen

Auch ein natürlicher Tod sei nicht ausgeschlossen. Aufgrund seiner Größe könnte „Hartwin“ bereits ein älteres Tier sein, das altersbedingt geschwächt und dadurch anfälliger für Krankheiten ist.

Ob sich die düstere Vorhersage bewahrheitet, bleibt abzuwarten – die Aussichten für den Buckelwal sind nach Einschätzung der Experten jedoch äußerst gering.


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