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"Raubende Piraten": Argentinische Vizepräsidentin schießt vor WM-Halbfinale gegen England

Tips LogoNiklas Killinger, 15.07.2026 12:57

WELT. Vor dem WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England sorgt Argentiniens Vizepräsidentin Victoria Villarruel mit scharfen Worten für politische Spannung. Das Spiel findet am Mittwoch in Atlanta statt. Die Sicherheitsbehörden bereiten sich auf eine aufgeheizte Atmosphäre vor.

Vor dem WM-Halbfinale in Atlanta sorgt Argentiniens Vizepräsidentin mit scharfen Worten gegen England für Aufregung. Foto: Melinda Nagy/stock.adobe.com

Wie The Independent am 15. Juli 2026 berichtet, stellte Villarruel den Fußballvergleich in einen politischen Zusammenhang mit dem Konflikt um die Falklandinseln. In einem Beitrag auf X bezeichnete sie England sinngemäß als Besatzer und verwies auf die argentinische Forderung nach den Malvinas.

Argentiniens Teamchef Lionel Scaloni versuchte vor dem Spiel, die Debatte zu beruhigen. Er machte deutlich, dass Sport und Politik nicht vermischt werden sollten, und erinnerte zugleich an die Opfer des Falklandkriegs von 1982.

Sicherheit in Atlanta wird verstärkt

An der Vorbereitung auf das Spiel waren laut Bericht auch das FBI, die Fifa und örtliche Polizeikräfte beteiligt. Thema war die historische Rivalität zwischen beiden Ländern und die Frage, ob es rund um das Halbfinale zu Spannungen unter Fans kommen könnte.

Atlanta setzt für die Partie zusätzliches Sicherheitspersonal ein. Konkrete Hinweise auf Zwischenfälle gibt es derweil keine, die Behörden wollen aber sichtbar Präsenz zeigen.

Falklandkonflikt bleibt politisch aufgeladen

Der Streit um die Falklandinseln belastet die Beziehungen zwischen Argentinien und Großbritannien seit Jahrzehnten. 1982 führte der Konflikt zu einem Krieg. Argentinien nennt die Inselgruppe Malvinas und erhebt weiter Anspruch darauf.

Auf den Inseln selbst sprach sich die Bevölkerung 2013 in einem Referendum klar für den Verbleib als britisches Überseegebiet aus. Gerade bei Sportduellen zwischen Argentinien und England wird die Geschichte immer wieder politisch mitverhandelt.

Pubs erwarten starkes Geschäft

Auch in Großbritannien wird das Halbfinale aufmerksam verfolgt. Der britische Bier und Pub Verband rechnet für Mittwoch mit rund sechs Millionen zusätzlich verkauften Pints.

An einem durchschnittlichen Mittwoch im Juli würden britische Pubs laut Verband etwa acht Millionen Pints ausschenken. Das Halbfinale könnte damit für viele Lokale zum stärksten Abend des Turniers werden.


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