Terrorverdacht in Bayern: 15-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge geplant haben
AUGSBURG/DEUTSCHLAND. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat Anklage gegen einen 15-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg erhoben. Der Jugendliche soll einen Anschlag, insbesondere auf eine Synagoge, vorbereitet und pyrotechnische Gegenstände gehortet haben. Er sitzt in Untersuchungshaft, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Dem Jugendlichen werden unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, unerlaubter Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Anklage liegt beim Jugendschöffengericht am Amtsgericht Augsburg.
Wie die Augsburger Allgemeine am 19. Juli 2026 berichtet, begannen die Ermittlungen nach einer Explosion im Herbst 2025. Dabei soll sich der 15-Jährige schwer an der Hand verletzt haben, auch ein Freund wurde demnach verletzt.
Ermittler prüfen mutmaßliche IS Nähe
Nach Angaben der Ermittler soll der Jugendliche mit der Terrororganisation Islamischer Staat sympathisiert haben. Zudem soll er eine größere Menge an pyrotechnischen Gegenständen aufbewahrt haben, die nach Ansicht der Staatsanwaltschaft für einen Anschlag bestimmt gewesen sein könnten.
Die Verteidigung weist den Vorwurf konkreter Anschlagspläne zurück. Sie sieht nach bisherigem Stand keine ausreichenden Hinweise darauf, dass der Jugendliche fest zu einer Tat entschlossen gewesen sei.
Verfahren läuft vor Jugendgericht
Der Fall wird nun vor dem zuständigen Jugendgericht in Augsburg weitergeführt. Wann ein Prozess beginnt, ist derzeit nicht bekannt.
Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt der Jugendliche als unschuldig. Weitere Details nennen die Behörden wegen des Alters des Beschuldigten und der laufenden Ermittlungen nur eingeschränkt.


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