US-Regierung untersucht Telefondaten von Journalisten
WASHINGTON/VEREINIGTE STAATEN. Die US Regierung soll Telefonverbindungsdaten mehrerer Reporter der „New York Times“ und auch von Angehörigen angefordert haben. Hintergrund sind Ermittlungen zu Berichten über Sicherheitsbedenken rund um eine neue Präsidentenmaschine. Die Zeitung wehrt sich juristisch gegen das Vorgehen.

Wie der Spiegel berichtet, betreffen die Anordnungen mehrere Journalisten sowie Familienmitglieder, darunter die Mutter eines Reporters und Ehepartner zweier weiterer Reporter. Die „New York Times“ sieht darin einen besonders weitreichenden Eingriff in die Pressefreiheit.
Nach Angaben der Zeitung reichen zwei der angeforderten Datensätze bis zum 1. Jänner 2026 zurück. Das liegt mehrere Monate vor den Artikeln, auf die sich die Ermittlungen offiziell beziehen.
Streit um Quellen der Reporter
Das US Justizministerium hatte bereits zuvor drei Reporter vorgeladen. Sie sollten vor einer Grand Jury Angaben zu ihren Quellen machen. Gegen diese Vorladungen geht die Zeitung vor Gericht vor, eine Anhörung ist für Donnerstag angesetzt.
Die Anwälte der „New York Times“ werfen der Regierung vor, interne Regeln nicht eingehalten zu haben. Die betroffenen Journalisten seien demnach vorab nicht informiert worden.
Das Justizministerium weist die Kritik zurück. Die Behörde erklärt, die Maßnahmen richteten sich nicht gegen Reporter, sondern gegen Personen, die vertrauliche oder geheime Informationen weitergegeben haben sollen.
Berichte über neue Präsidentenmaschine
Auslöser des Konflikts sind Recherchen zu einer Maschine, die Katar den USA geschenkt hatte. Das Flugzeug wurde demnach für rund 400 Millionen US Dollar umgerüstet.
Die „New York Times“ berichtete, Trump habe bei einer Reise dennoch ein älteres Flugzeug genutzt, weil Sicherheitsbehörden Bedenken zur Ausstattung der neuen Maschine gehabt hätten. Trump wies entsprechende Sicherheitsprobleme öffentlich zurück.
Pressefreiheitsorganisationen sehen den Fall als Teil eines wachsenden Drucks auf unabhängige Medien in den USA. Für die Zeitung steht vor allem der Schutz journalistischer Quellen im Mittelpunkt.


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