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WASHINGTON/VEREINIGTE STAATEN. Der Goldpreis erreichte Ende Jänner einen Höchststand von rund 5.500 US Dollar je Feinunze. Zwar fiel der Kurs danach wieder deutlich, Fachleute sehen in der starken Nachfrage aber weiter ein Zeichen für Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Der Goldpreis erreichte 2026 neue Höchststände. Experten sehen darin ein Zeichen für Unsicherheit an den Finanzmärkten. Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com

Wie ZDFheute am 28. Juli 2026 berichtet, setzen Notenbanken weltweit verstärkt auf Gold. Ende 2025 hielten sie demnach erstmals seit den 1990er Jahren mehr Gold als US Staatsanleihen.

Als Gründe gelten hohe Staatsschulden, geopolitische Konflikte und die Sorge um eine schwächere Rolle des US Dollars. Gold wird in solchen Phasen häufig als vergleichsweise sicherer Vermögenswert nachgefragt.

Notenbanken bauen Bestände aus

Der jüngste Kursrückgang auf etwa 4.000 US Dollar je Feinunze bedeutet aus Sicht der im Bericht befragten Fachleute keine Entwarnung. Zentralbanken könnten den Preis stützen, weil sie ihre Reserven weiter umschichten.

Anders als in früheren Jahrzehnten tritt damit eine große Käufergruppe am Markt auf. Eine ähnliche länger dauernde Schwächephase wie nach dem Goldboom Ende der 1970er Jahre gilt deshalb als weniger wahrscheinlich.

Schulden bleiben Risikofaktor

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verschuldung der USA. Der Ökonom Kenneth Rogoff beziffert sie je nach Berechnung auf etwa 100 bis 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.

Auch in Europa können weiter steigende Staatsschulden die öffentlichen Haushalte belasten. Ob daraus tatsächlich eine neue Finanzkrise entsteht, lässt sich nicht vorhersagen. Der Goldmarkt bleibt aber ein wichtiger Indikator für die Risikoeinschätzung der Investoren.


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