Drama bei Familienausflug: Vermisstes Kind (9) nach drei Tagen in Wildnis gerettet
MICHIGAN/USA. Drei Tage lang fehlte von einem neunjährigen Buben und zwei erwachsenen Familienmitgliedern jede Spur. Die drei waren bei einem Ausflug auf dem Muskegon River im US-Bundesstaat Michigan verschwunden.

Eine großangelegte Suche führte schließlich in ein abgelegenes Waldgebiet, dort fanden Einsatzkräfte das Kind und seine beiden Begleiterinnen lebend.
Familie verschwindet bei Tour auf Fluss
Die drei Familienmitglieder waren am Dienstag, 4. August, zu einer Tubing-Tour auf dem Muskegon River im Newaygo County aufgebrochen. Dabei lässt man sich auf großen Schwimmreifen von der Strömung flussabwärts treiben. Die Gruppe startete beim Maple Island Boat Launch. Als die beiden Frauen und das Kind nicht zurückkehrten und auch nicht erreichbar waren, meldeten Angehörige sie als vermisst.
Die Fahrzeuge der Gruppe wurden noch beim Ausgangspunkt gefunden. An einem der Autos war eine Scheibe eingeschlagen.
Schwimmreifen und Fußspuren gefunden
Mehrere Einsatzorganisationen beteiligten sich an der Suche. Der Muskegon River und die angrenzenden Waldgebiete wurden mit Booten, Drohnen, Suchhunden und Einsatzkräften am Boden abgesucht.
Im Laufe der Suche fanden die Helfer die pinken und orangefarbenen Schwimmreifen der Vermissten. Auch Fußspuren und ein Flip-Flop wurden entdeckt. Später stellte sich heraus, dass die drei ihre Handys im Fluss verloren hatten. Sie konnten daher weder Angehörige noch die Einsatzkräfte verständigen.
Suchhund führt Helfer zu Vermissten
Am Freitag, 7. August, entdeckte ein Mitarbeiter des Michigan Department of Natural Resources weitere Spuren im Bereich des Flusses. Auch Hilferufe wurden wahrgenommen. Ein Suchhund nahm schließlich eine Fährte auf. Am Nachmittag fanden die Einsatzkräfte die beiden Frauen und den Neunjährigen in einem abgelegenen Waldgebiet. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits rund drei Tage vermisst.
Alle drei im Krankenhaus
Die drei Familienmitglieder hatten die Zeit in der Wildnis überlebt, waren nach den Tagen im Freien aber erschöpft. Zwei von ihnen mussten von den Einsatzkräften aus dem Wald getragen werden. Anschließend wurden die beiden Frauen und der neunjährige Bub zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.







