Sternschnuppen-Spektakel über Österreich: So sehen Sie die Perseiden am Mittwoch am besten
ÖSTERREICH. In den kommenden Nächten lohnt sich der Blick zum Himmel: Die Perseiden sind derzeit über Österreich zu sehen und erreichen in der Nacht auf den 13. August ihren Höhepunkt. Allerdings trübt der Vollmond heuer die Sicht.

Seit dem 17. Juli sind die Perseiden über Österreich zu beobachten. Mit zunehmender Aktivität steigt auch die Chance auf zahlreiche Sternschnuppen, ehe der Meteorstrom in der Nacht auf den 13. August sein Maximum erreicht.
Erkennbar ist das Schauspiel mit bloßem Auge. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Namenstag des Märtyrers Laurentius werden die Perseiden auch als „Laurentiustränen“ bezeichnet. Unter optimalen Bedingungen können bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel ziehen.
Gute Bedingungen für die Sichtung der Perseiden
Anders als in manchen Jahren spielt der Mond heuer bei der Beobachtung kaum eine störende Rolle. Auch rund um das Maximum sind die Bedingungen für Sternschnuppen-Fans daher gut.
Entscheidend bleibt damit vor allem das Wetter. Ein klarer Himmel ohne Wolken ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Beobachtung.
So gelingt die Sichtung der Perseiden
Wer möglichst viele Perseiden beobachten möchte, sollte vor allem auf den richtigen Ort achten. Am besten eignet sich ein möglichst dunkler Platz außerhalb von Städten. Straßenlaternen, beleuchtete Gebäude und andere künstliche Lichtquellen erschweren die Sicht auf schwächere Meteore.
Ideal ist ein freier Blick auf den Himmel. Berge, Bäume oder hohe Gebäude können das Sichtfeld einschränken. Besonders geeignet sind daher freie Wiesen, Anhöhen oder andere Plätze mit wenig künstlichem Licht.
Auch die Augen brauchen etwas Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Wer ständig auf das Handy schaut oder eine Taschenlampe verwendet, erschwert die eigene Sicht. Das Smartphone sollte deshalb während der Beobachtung möglichst dunkel bleiben.
Ein Fernglas oder Teleskop ist übrigens nicht notwendig. Im Gegenteil: Mit bloßem Auge lässt sich ein größerer Bereich des Himmels überblicken, wodurch die Chance steigt, eine Sternschnuppe zu erwischen.
Beste Chancen in der zweiten Nachthälfte
Die besten Chancen bestehen in der zweiten Nachthälfte. Besonders zwischen etwa 2 und 4 Uhr lohnt sich der Blick nach oben. Dann steht der Radiant der Perseiden, also der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore im Sternbild Perseus, höher am Himmel.
Wer das Maximum beobachten möchte, sollte allerdings nicht nur für wenige Minuten nach draußen gehen. Sternschnuppen tauchen nicht in regelmäßigen Abständen auf. Zwischen einzelnen Meteoren können durchaus mehrere Minuten liegen. Geduld und ein möglichst langer Beobachtungszeitraum erhöhen daher die Chancen deutlich.
Am bequemsten ist es, sich hinzulegen oder zurückzulehnen und einen möglichst großen Teil des Himmels im Blick zu behalten.
Überbleibsel eines Kometen
Die Perseiden sind ein jährlich auftretender Meteorstrom, dessen Radiant im Sternbild Perseus liegt. Sie entstehen durch die Staub- und Gesteinspartikel des Kometen 109P/Swift-Tuttle.
Wenn die Erde die Teilchenspur des Kometen durchquert, gelangen die Partikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre und verglühen. Einige besonders helle Exemplare können als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen. Gefahr geht von den Perseiden keine aus.








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