Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

FLAGSTAFF/VEREINIGTE STAATEN. Neue hochauflösende Aufnahmen zeigen den Asteroiden 44 Nysa mit einer ungewöhnlichen dreilappigen Struktur. Das rund 75 Kilometer große Objekt besitzt zudem einen kleinen Begleiter und könnte neue Erkenntnisse über die Entstehung von Asteroiden liefern.

Asteroid 44 Nysa zeigt bei genaueren Beobachtungen eine dreilappige Form (Illustration); Bild: KI-generiert

Wie Phys.org berichtet, untersuchte ein internationales Team unter der Leitung von Kate Minker vom Lowell Observatory den Asteroiden mit leistungsfähigen Teleskopen in Arizona und Chile. Adaptive Optik glich dabei Störungen durch die Erdatmosphäre aus und ermöglichte besonders scharfe Aufnahmen.

Frühere Modelle deuteten lediglich auf eine längliche und ungleichmäßige Form hin. Die neuen Bilder zeigen jedoch zwei tiefe Einschnitte, die Nysa offenbar in drei deutlich erkennbare Bereiche unterteilen.

Kleiner Mond umkreist Nysa

In den aufbereiteten Aufnahmen entdeckten die Forschenden außerdem einen schwachen Lichtpunkt, der sich gemeinsam mit Nysa bewegte. Die Daten sprechen für einen kleinen Mond mit einem geschätzten Durchmesser von etwa einem Kilometer.

Der Begleiter befand sich bei den Beobachtungen in einem projizierten Abstand von rund 170 bis 180 Kilometern. Damit handelt es sich bei Nysa um ein Doppelsystem aus einem ungewöhnlich geformten Hauptkörper und einem kleinen Satelliten.

Nach Angaben des Forschungsteams könnte Nysa das erste bekannte dreilappige Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sein. Der Asteroid zählt zudem zu den größten und hellsten bekannten Vertretern des seltenen E-Typs, dessen Oberfläche reich an Enstatit ist.

Zwei Erklärungen bleiben offen

Die ungewöhnliche Form könnte entstanden sein, weil drei einzelne Felsblöcke mit geringer Geschwindigkeit zusammenstießen und seitdem direkt aneinanderliegen. Möglich ist aber auch, dass Nysa ein einzelner fester Körper ist, der durch frühere Kollisionen besonders stark verformt wurde.

Beide Varianten würden bisherige Vorstellungen über die Stabilität und Entwicklung großer Asteroiden erweitern. Weitere Untersuchungen des kleinen Mondes sollen nun Hinweise auf die Dichte, den inneren Aufbau und die langfristige Stabilität des Systems liefern.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Tragödie: Mann (30) sperrt sich aus Wohnung aus und stürzt in den Tod

Tragödie: Mann (30) sperrt sich aus Wohnung aus und stürzt in den Tod

TURIN/ITALIEN. Ein 30-jähriger Mann wollte offenbar über einen ungewöhnlichen Weg zurück in seine Wohnung gelangen. Doch der Versuch endete ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
9 Plätze – 9 Schätze: Das ist Niederösterreichs Finalist

9 Plätze – 9 Schätze: Das ist Niederösterreichs Finalist

REICHENAU AN DER RAX/NIEDERÖSTERREICH. Bei „9 Plätze – 9 Schätze“ steht fest, welcher Ort Niederösterreich im großen Finale 2026 vertreten ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Diddl-Hype: Diese 6-Euro-Blöcke werden plötzlich für 1.200 Euro angeboten

Diddl-Hype: Diese 6-Euro-Blöcke werden plötzlich für 1.200 Euro angeboten

WELT. Die Diddl-Maus ist zurück und löst einen regelrechten Nostalgie-Hype aus. Besonders die neuen Duftblöcke sind heiß begehrt. 

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Tragödie am Fußballplatz: Bub (13) stirbt beim Fußballspielen

Tragödie am Fußballplatz: Bub (13) stirbt beim Fußballspielen

SAN PAOLO/ITALIEN. Ein Fußballnachmittag mit Freunden endete in einer Tragödie: Ein 13-jähriger Bub ist nach einem medizinischen Notfall gestorben. ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Eurowings zeigt im TV, was Passagiere sonst nie zu sehen bekommen

Eurowings zeigt im TV, was Passagiere sonst nie zu sehen bekommen

DEUTSCHLAND. Was passiert hinter den Kulissen einer Fluggesellschaft, wenn Passagiere davon nichts mitbekommen? Eine neue TV-Dokumentation begleitet ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Pension mit 62: Wer in Österreich von der Hacklerregelung profitieren kann

Pension mit 62: Wer in Österreich von der Hacklerregelung profitieren kann

ÖSTERREICH. Wer besonders lange gearbeitet und in die Pensionsversicherung eingezahlt hat, kann in Österreich früher in Pension gehen.

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Weitere Beiträge