ESA skizziert Instrumente für eine Enceladus-Landemission um 2050
NOORDWIJK/NIEDERLANDE. Die Europäische Weltraumorganisation ESA arbeitet an einer umfangreichen Mission zum Saturnmond Enceladus. Ein Orbiter und ein Lander sollen den eisigen Himmelskörper in den frühen 2050er-Jahren erreichen und nach Bedingungen für Leben suchen.

Wie Universe Today berichtet, haben ESA-Fachleute eine vorläufige Auswahl möglicher Messgeräte für eine mögliche Mission zum Saturnmond Encelads vorgestellt. Noch steht aber nicht fest, welche Instrumente tatsächlich mitfliegen werden.
Enceladus gilt als eines der wichtigsten Ziele bei der Suche nach außerirdischem Leben. Unter seiner Eiskruste befindet sich ein großer Ozean, dessen Wasser durch Spalten am Südpol teilweise ins All geschleudert wird.
Mini-Labor untersucht Proben
Der geplante Lander könnte mit einem Massenspektrometer, einer Mikrokamera und einem kleinen Labor zur Erkennung von Biomarkern ausgestattet werden. Ein eigenes System soll Material von der Oberfläche aufnehmen und für die Untersuchungen bereitstellen.
Zusätzlich sind Kameras für den Abstieg sowie Instrumente zur Messung von Wetterbedingungen und geophysikalischen Vorgängen vorgesehen. Der Lander soll mindestens zwei Wochen lang arbeiten und vollständig mit Batterien betrieben werden.
Der Orbiter soll Enceladus aus verschiedenen Wellenlängenbereichen fotografieren. Geplant sind außerdem ein Magnetometer, ein Radar zur Untersuchung des Eises sowie Geräte zur Analyse von Gasen und Staubteilchen.
Landung nahe der Eisfontänen geplant
Als bevorzugtes Zielgebiet gilt die Region rund um die sogenannten Tigerstreifen am Südpol. Dort treten Wasserdampf, Eispartikel, Salze und organische Stoffe aus dem unterirdischen Ozean aus.
Die Mission soll klären, ob Enceladus bewohnbare Bedingungen bietet und ob sich Biomarker oder Bestandteile einer frühen chemischen Entwicklung nachweisen lassen. Um falsche Ergebnisse zu vermeiden, muss die Sonde besonders streng vor Verunreinigungen geschützt werden.
Bis zu einer möglichen Annahme der Mission im Jahr 2034 müssen zahlreiche Technologien weiterentwickelt und verkleinert werden. Ein konkreter Starttermin steht noch nicht fest.


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