Mann (66) stürzt über Bord: Ehefrau kann erst Tage später Hilfe holen
GRIECHENLAND/ITALIEN. Dramatische Szenen im Ionischen Meer: Ein spanischer Urlauber ist während einer Segeltörn zwischen Sizilien und Griechenland über Bord gegangen und wird seit Tagen vermisst. Besonders tragisch: Die Ehefrau konnte erste Tage später Hilfe holen.

Berichten zufolge war der 66-Jährige am Montag, 17. August, gemeinsam mit seiner Ehefrau von Syrakus auf Sizilien in Richtung Pylos auf der griechischen Peloponnes aufgebrochen. Das Paar war mit einem Segelboot unterwegs und hatte bereits Erfahrung mit längeren Törns.
Mann rutscht aus
Am nächsten Tag soll der Mann einen Thunfisch gefangen haben und beim Ausnehmen des Fisches durch das Blut auf den Planken ausgerutscht und ins Meer gestürzt sein. Dabei soll er noch versucht haben, seine Ehefrau darauf aufmerksam zu machen, dass sie den Motor abstellen müsse. Die Frau geriet demnach in Panik und schaffte es nicht, das Boot rechtzeitig zu stoppen. Der 66-Jährige verschwand im Wasser, während das Schiff weitertrieb.
Drei Tage lang kein Handyempfang
Besonders dramatisch war die Situation für die Ehefrau, weil sie auf dem Meer zunächst keinen Mobilfunkempfang hatte. Erst am Freitag, drei Tage nach dem Unglück, konnte sie wieder Kontakt zu einem Bekannten aufnehmen. Dieser verständigte die spanischen Behörden. Daraufhin wurden griechische und italienische Rettungskräfte in die Suche nach dem Vermissten eingebunden.
Führerloses Boot vor Pylos entdeckt
Die griechische Küstenwache entdeckte schließlich das führerlose Segelboot rund 18 Seemeilen vor Pylos. Die Ehefrau befand sich noch an Bord und wurde anschließend nach Pylos gebracht. Der Vermisste blieb verschwunden. Die Suche wurde daraufhin ausgeweitet. Neben griechischen und italienischen Einsatzkräften kamen auch Flugzeuge und weitere Schiffe zum Einsatz. Dennoch konnte der Mann bislang nicht gefunden werden.
Familie hofft weiter auf ein Auffinden
Der Sohn des Vermissten reiste inzwischen nach Pylos. Die Familie drängt darauf, die Suchmaßnahmen fortzusetzen. Trotz der vergangenen Tage gibt sie die Hoffnung auf ein Auffinden des 66-Jährigen nicht auf. Die Hafenbehörde von Pylos untersucht inzwischen die genauen Umstände des Unglücks.







