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STEINBACH/ATTERSEE. Die Bergung des Flugzeugwracks aus 160 Metern Tiefe bleibt schwierig. Nach neuen Beratungen der Einsatzkräfte sollen die Arbeiten am Montag weitergehen. 

  1 / 2   Zwei Rosen und zwei Gedenkkerzen erinnern am Ufer an die Todesopfer – dahinter reicht der Blick über den Attersee in Richtung der Unglücksstelle. (Foto: Tom Leitner)

Vier Tage nach dem tödlichen Flugzeugabsturz im Attersee verzögert sich die Bergung des Wracks weiter. Die Befestigung des schwer beschädigten Kleinflugzeugs in rund 160 Metern Tiefe bereitet große Schwierigkeiten. Für Sonntag sind die Arbeiten mittlerweile beendet, die Feuerwehr hat ihre Zelte abgebaut. Am Montag soll ein neuer Anlauf erfolgen.

Seit Mittwoch liegt das schwer beschädigte Kleinflugzeug vor Steinbach am Attersee. An Bord befanden sich eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer. Beide kamen bei dem Absturz ums Leben.

Die Maschine war zu einem Schulungsflug unterwegs, als sie aus bislang ungeklärter Ursache in den Attersee stürzte. Was zu dem Unglück führte, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Auch ein mögliches technisches Gebrechen muss dabei geklärt werden.

Bergung ist enorme Herausforderung

Die Bergung stellt die Einsatzkräfte weiterhin vor enorme Herausforderungen. Vor allem die sichere Befestigung des stark beschädigten Flugzeugs in rund 160 Metern Tiefe erwies sich bislang als schwierig.

Mit einem speziellen Tauchroboter wird versucht, das Wrack für die Bergung entsprechend zu sichern. Gerade das Anbringen der dafür notwendigen Leinen beziehungsweise Seile gestaltet sich in dieser enormen Tiefe schwierig.

Am Samstagabend kamen Einsatzkräfte der Feuerwehr mit dem Tauchroboter wieder ans Ufer. Zuvor wurde über jener Stelle, an der das Wrack auf dem Grund des Attersees liegt, ein Schwimmkörper angebracht.

Danach fand eine weitere Besprechung der Einsatzkräfte statt. Dabei war auch die Österreichische Wasserrettung vertreten. Zudem nahmen Vertreter der Bundesleitung der Wasserrettung an den Beratungen teil.

Dabei dürften unter anderem die bisher dokumentierten Aufnahmen des Wracks analysiert worden sein. Im Mittelpunkt steht weiterhin die entscheidende Frage, wie das Flugzeug in der großen Tiefe sicher fixiert werden kann, um es anschließend kontrolliert an die Wasseroberfläche zu bringen.

Feuerwehr baut Zelte ab – neuer Versuch am Montag

Für Sonntag sind die Bergungsarbeiten mittlerweile beendet. Die Feuerwehr hat ihre Zelte am Attersee bereits abgebaut. Einen weiteren Bergungsversuch wird es am Sonntag nicht mehr geben.

Am Montag soll nun die Österreichische Wasserrettung einen weiteren Anlauf unternehmen. Ziel bleibt es, das Wrack in rund 160 Metern Tiefe sicher zu befestigen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, um das abgestürzte Flugzeug schließlich an die Oberfläche bringen zu können.

Im Zusammenhang mit dem weiteren Vorgehen ist auch von einem möglichen Einsatz von Spezialtauchern die Rede. Ein solcher Einsatz wäre aufgrund der extremen Tiefe mit erheblichen Risiken verbunden.

Wann das Wrack des abgestürzten Flugzeugs tatsächlich aus dem Attersee geborgen werden kann, ist weiterhin offen.

Zwei Rosen und Kerzen für die Todesopfer

Während die Einsatzkräfte weiter um eine Bergung ringen, kamen auch Angehörige und Freunde zum Attersee. Sie legten zwei Rosen nieder und entzündeten Gedenkkerzen für die beiden jungen Todesopfer. Ein stiller Moment der Trauer am Ufer – während das Wrack mit den Spuren der Tragödie noch immer tief im Attersee liegt.


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