Rätselhafter Vermisstenfall: Taucher (46) spurlos verschwunden
CHILE. Ein 46-jähriger Taucher ist vor der chilenischen Küste spurlos verschwunden. Nun wurde ein Teil seiner Ausrüstung mit ungewöhnlichen Spuren entdeckt.

Carlos Aquea Álvarez ist nach einem Tauchgang vor der chilenischen Küste spurlos verschwunden. An Teilen seiner Ausrüstung wurden nun ungewöhnliche Spuren entdeckt – ein Experte hält einen Zusammenhang mit einem möglichen Hai-Vorfall für denkbar, eine Forscherin äußert jedoch Zweifel. Das berichtet der „Mirror“.
Der 46-Jährige war am vergangenen Samstag zu einem routinemäßigen Tauchgang bei Caleta Chañaral in Chile aufgebrochen. Mehrere Stunden später hatte seine Ehefrau noch immer nichts von dem Taucher gehört und meldete ihn bei der Polizei in Coquimbo als vermisst.
Experten rätseln über ungewöhnliche Spuren
Seitdem läuft die Suche nach dem erfahrenen Taucher. Nun wurden Teile seiner Ausrüstung gefunden. Besonders an den Flossen entdeckten die Einsatzkräfte auffällige Spuren, die Fragen nach dem möglichen Schicksal des Mannes aufwerfen.
Dr. Cristián Araya-Jaime von der Universität La Serena sagte gegenüber lokalen Medien, die gefundenen Gegenstände könnten dem vermissten Taucher zugeordnet werden. Vor allem die ungewöhnlichen Spuren an den Flossen seien auffällig.
Sie könnten, so der Wissenschaftler, darauf hindeuten, dass Aquea Álvarez in einen Zwischenfall mit Haien verwickelt gewesen sein könnte.
Behörden schließen keine Ursache aus
Eine andere Einschätzung kommt von Dr. Neiti Morales, Forscherin am Centre for Ecology and Sustainable Management of Oceanic Islands und am Fisheries Development Institute. Sie äußerte sich vorsichtiger zu der möglichen Erklärung.
Haie hätten dicht nebeneinanderliegende Zähne, weshalb bei einem Biss ihrer Einschätzung nach eher eine zusammenhängende Reihe von Spuren zu erwarten wäre. Zudem würden Haie mit ihrem Kopf zubeißen und dabei üblicherweise ein Stück herausreißen.
Auch die Behörden schließen derzeit keine mögliche Ursache aus. Kapitän Cristián González von der chilenischen Maritime Authority erklärte, man könne hinsichtlich des Grundes für das Verschwinden derzeit keine Möglichkeit ausschließen.
Suche geht weiter
In den Gewässern vor Chile leben mehr als 100 Arten von Haien, Rochen und Chimären. Ob tatsächlich ein Hai mit dem Verschwinden des Tauchers in Verbindung steht, ist bislang jedoch nicht geklärt.
Aquea Álvarez stammt aus der Region Coquimbo und arbeitet als Bauingenieur. Gleichzeitig ist er als Berufstaucher tätig und verfügt über beinahe 30 Jahre Erfahrung im Tauchen. Die Suche nach dem 46-Jährigen dauert, Stand 2. Oktober, an.








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