Cold Case gelöst: Mord an jungem Mädchen (16) nach 47 Jahren geklärt
USA. Fast fünf Jahrzehnte nach dem Tod der 16-jährigen Corina Contreraz haben Ermittler den Fall aufgeklärt. Eine DNA-Spur auf einer mehr als 40 Jahre alten Fingerabdruckkarte führte sie zum mutmaßlichen Täter.

Fast fünf Jahrzehnte nach dem Mord an der 16-jährigen Corina Contreraz ist der Fall im US-Bundesstaat Montana aufgeklärt worden. Eine DNA-Spur auf einer mehr als 40 Jahre alten Fingerabdruckkarte führte die Ermittler zum Täter. Das berichten US-amerikanische Medien.
Leiche wurde 1978 endteckt
Corinas Leiche war im Dezember 1978 in der Nähe der Indian Creek Road östlich von Billings entdeckt worden. Die Ermittler verfügten bereits damals über DNA-Spuren vom Tatort. Ein passender Treffer konnte jedoch über Jahrzehnte nicht gefunden werden.
Durchbruch mit alter Fingerabdruckkarte
Der entscheidende Durchbruch gelang 2025. Mithilfe der forensischen Genealogie stießen die Ermittler auf einen möglichen Verdächtigen mit Verbindungen zur Region. Anschließend fanden sie heraus, dass der Mann eine kriminelle Vorgeschichte hatte.
Die Ermittler begannen deshalb, nach alten Fingerabdruckkarten des Verdächtigen zu suchen. Dabei stießen sie auf eine Karte aus dem Jahr 1982 – und schickten sie zur Untersuchung ins Labor.
Durchbruch dank DNA-Tests
Obwohl der Fingerabdruck bereits mehr als 40 Jahre zuvor mit Tinte auf der Karte hinterlassen worden war, konnten Wissenschaftler daraus noch verwertbare DNA gewinnen.
Diese wurde anschließend mit genetischen Spuren aus dem Fall Contreraz verglichen. Mithilfe genetischer Genealogie konnten die Ermittler die Spur weiterverfolgen. Weitere DNA-Tests mit einem Familienmitglied bestätigten schließlich die Identifizierung.
Täter bereits 1990 gestorben
Der Sheriff von Yellowstone County, Kent O'Donnell, erklärte, die Ermittlungen hätten ergeben, dass Angelo J. Stallsmith Sr. für den sexuellen Übergriff und den Tod von Corina Contreraz verantwortlich war.
Stallsmith war allerdings bereits 1990 in Billings gestorben. Eine strafrechtliche Verurteilung wird es daher nicht mehr geben.
Nach Angaben der Ermittler handelt es sich möglicherweise um den ersten in den USA aufgeklärten Mordfall, bei dem DNA aus einer alten Fingerabdruckkarte für die Identifizierung des Täters verwendet wurde.
Die Karten waren zwischenzeitlich sogar von der Vernichtung bedroht, als der Bundesstaat Montana seine Unterlagen digitalisierte. Nun sollen die historischen Fingerabdruckkarten für mögliche weitere Ermittlungen in ungeklärten Fällen erhalten bleiben.








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