66-jähriger Salzburger rast Vulkan hinunter und holt Weltrekord
OBERTAUERN. Ein Vulkan in Chile, eine spektakuläre Abfahrt und ein neuer Weltrekord. Der 66-jährige Hermann Koch aus Obertauern hat mit seinem Snowbike erneut Sportgeschichte geschrieben. Seinen Erfolg verbindet er mit einer Herzensangelegenheit: der Hilfe für krebskranke Kinder.

Mit 66 Jahren denkt Hermann Koch aus Obertauern noch lange nicht ans Aufhören. Der staatlich geprüfte Skilehrer und Skiführer hat am 17. September 2026 den 2.861 Meter hohen Vulkan Villarrica in Chile mit seinem Snowbike bezwungen. Die spektakuläre Abfahrt brachte ihm seinen bereits neunten Guinness-Weltrekord ein. Doch für den Salzburger zählt nicht nur die sportliche Leistung: Mit seinen Rekorden unterstützt er auch soziale Projekte.
In nur elf Minuten den Vulkan hinunter
Der Villarrica im Süden Chiles zählt zu den aktivsten Vulkanen Südamerikas. Für Koch ging es zunächst mit seinem rund 14 Kilogramm schweren Snowbike samt Ausrüstung etwa 1.250 Höhenmeter bergauf bis zum Kratergipfel.
Anschließend folgte die Rekordfahrt: 3,94 Kilometer und 1.290 Höhenmeter bergab, über Steilhänge mit mehr als 40 Grad Neigung. Dabei erreichte der 66-Jährige eine Spitzengeschwindigkeit von 40 km/h. Nach nur 11 Minuten und 17 Sekunden war er im Tal.
Damit unterbot er die Vorgabe von Guinness World Records, die eine Abfahrt über 900 Höhenmeter innerhalb von 30 Minuten vorsah. Zwei Bergführer begleiteten ihn als offizielle Zeugen. Für Koch war es der neunte Guinness-Weltrekord auf dem Snowbike und insgesamt sein zehnter bestätigter Rekord.
Weltrekorde für den guten Zweck
Was den Salzburger antreibt, ist nicht allein die Jagd nach Bestzeiten. Koch hat sich vorgenommen, jeden bestätigten Rekord mit einer Spende für einen sozialen Zweck zu verbinden.
„Da ich selbst keine Kinder habe, wird bei jedem erreichten und bestätigten Rekord eine soziale Wohltat gespendet“, erklärt der 66-Jährige.
Bereits nach seinem achten Weltrekord im April 2026 am Golsavarre in Norwegen spendete er einen namhaften Betrag an die Salzburger Kinderkrebshilfe.
Kinderkrebshilfe bedankt sich
Bei der Salzburger Kinderkrebshilfe ist die Freude über das Engagement groß. „Hermann Koch zeigt, dass sportliche Ziele und soziale Verantwortung gut zusammenpassen“, sagt Obfrau Claudia Kopp. „Dass er seine Erfolge ganz bewusst mit Spenden verbindet, ist eine große Hilfe für die Familien, die wir begleiten. Wir gratulieren ihm herzlich zum neunten Weltrekord und danken ihm für seine Treue zur Kinderkrebshilfe.“
Die ausschließlich durch Spenden finanzierte Organisation unterstützt krebskranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Dazu zählen finanzielle Soforthilfe, Angebote auf der Station Sonnenschein am Uniklinikum Salzburg, die mobile Nachsorge durch das Regenbogenteam sowie die Sonneninsel in Seekirchen.
Weitere Rekorde nicht ausgeschlossen
Ob Hermann Koch nach seinem Erfolg in Chile bereits das nächste Abenteuer plant, bleibt offen. Eines steht für ihn aber fest: Sollte ein weiterer Rekord gelingen, möchte er damit erneut Menschen helfen.
Weitere Informationen zur Salzburger Kinderkrebshilfe gibt es unter www.kinderkrebshilfe.com








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