Tragödie: Mann (21) stirbt bei Reifenwechsel
BOWDON/ENGLAND. Ein junger Arbeiter wollte am Straßenrand einen geplatzten Lkw-Reifen wechseln. Doch während der Reparatur passierte ein folgenschwerer Unfall: Das schwere Fahrzeug stürzte auf den 21-Jährigen.

Berichten zufolge muss der Arbeitgeber des Verunglückten nun eine hohe Geldstrafe zahlen.
Lkw stürzte auf jungen Arbeiter
Der tragische Unfall passierte am 2. August 2024 auf einer Autobahn nahe der englischen Ortschaft Bowdon. Der 21-Jährige war für ein britisches Reifenserviceunternehmen im Einsatz und sollte einen geplatzten Reifen an einem Lkw wechseln. Dazu hob er das Fahrzeug mit einem hydraulischen Wagenheber an. Während sich der Arbeiter unter dem Lkw befand, rutschte dieser offenbar von der Hebevorrichtung und stürzte auf den jungen Mann. Dabei erlitt er tödliche Kopfverletzungen. Rettungskräfte und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unfallort gerufen. Für den 21-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle.
Schwere Versäumnisse bei der Arbeitssicherheit
Die britische Arbeitsschutzbehörde Health and Safety Executive (HSE) nahm den Vorfall zum Anlass für umfangreiche Ermittlungen. Dabei stellten die Experten Berichten zufolge mehrere Sicherheitsmängel beim Arbeitgeber fest. Auch die Einschulung und Überwachung des jungen Mitarbeiters standen in der Kritik. Er hatte seine Berechtigung für Reifenarbeiten an Nutzfahrzeugen im Außendienst erst weniger als vier Monate vor dem tödlichen Unfall erhalten. Eine ausreichende Kontrolle seiner Arbeit habe es laut den Ermittlungen nicht gegeben.
Unternehmen muss mehr als 700.000 Euro zahlen
Mehr als zwei Jahre nach dem tödlichen Arbeitsunfall musste sich das Unternehmen vor einem Gericht verantworten. Der Betrieb bekannte sich schuldig, gegen das britische Arbeitsschutzgesetz verstoßen zu haben. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 600.000 Pfund. Hinzu kommen Verfahrenskosten in Höhe von 24.203 Pfund sowie ein Opferzuschlag von 200 Pfund. Insgesamt muss das Unternehmen somit 624.403 Pfund bezahlen. Das entspricht umgerechnet mehr als 700.000 Euro.







