Olympia-Teilnehmer gibt sofortigen Abschied vom DSV bekannt
PLANEGG/DEUTSCHLAND. Ein Olympia-Teilnehmer hat die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband (DSV) beendet. Als Hauptgrund nennt der 19-Jährige die fehlenden finanziellen Mittel des Verbandes nach der Olympiasaison.

Der estnische Skispringer Kaimar Vagul arbeitet nicht mehr mit dem Deutschen Skiverband (DSV) zusammen.
Gut zwei Wochen vor dem Weltcup-Auftakt in Lillehammer bestätigte der 19-Jährige das Ende der Kooperation im Interview mit „Skijumping.pl“.
Seit 2021 hatte Vagul das Know-how deutscher Trainer und die Einrichtungen des Verbandes genutzt. Bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo belegte er mit Sprüngen auf die Plätze 36 und 40 zwar nicht den Einzug in den zweiten Durchgang, machte aber auf sich aufmerksam.
Skisprung-Talent Kaimar Vagul verlässt den DSV
Zu den Gründen sagte er: „Dafür gibt es viele Gründe, und ich möchte oder kann nicht auf alle eingehen, aber der Hauptgrund ist, dass der Deutsche Skiverband nach der Olympiasaison nicht über nennenswerte finanzielle Mittel verfügt, nicht einmal für seine eigenen Athleten, geschweige denn für mich.“
„Ich mache mir daraus jedoch keine großen Gedanken. Glücklicherweise habe ich meine Sponsoren, die mich unterstützen“, ergänzt er.
Künftig nur noch vom Vater betreut
Künftig wird Vagul nur noch von seinem Vater Virgo Vagu betreut.
Mit Umstellungen im Training kennt er sich aus: „Mein Training unterschied sich schon in Deutschland und Finnland völlig.“ Der Wechsel nach Deutschland sei „im Grunde die einzige Möglichkeit gewesen, die ich hatte, wenn ich in diesem Sport nennenswerte Fortschritte machen und echte Erfolge erzielen wollte“.
Top 30 im Visier
Für die neue Saison hat er klare Ambitionen. „Meine Ziele für den Winter sind in erster Linie, Weltcup-Punkte zu sammeln, und langfristig unter die Top 30 in der Gesamtwertung zu kommen“, sagt der Este.
Auch bei der Weltmeisterschaft möchte er unter die Top 30. Nach ein paar Wochenenden werde entschieden, ob er im Weltcup weitermache. „Das hängt ganz von meinen Ergebnissen ab“, so Vagul.








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