Neun Tote bei Jet-Absturz: Letzter Funkspruch erschüttert
USA. Sie wollte als Pilotin Karriere machen und saß mit gerade einmal 20 Jahren bereits im Cockpit eines Geschäftsflugzeugs. Nun ist Nathalia F. bei einem Absturz in Florida ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen starben.

Ein Lebenstraum endet in einer Katastrophe: Die erst 20-jährige Co-Pilotin Nathalia F. zählt zu den neun Todesopfern eines Flugzeugabsturzes in Florida. Am Sonntag, dem 1. November, stürzte ein Learjet 60 nahe West Palm Beach in einem Wohngebiet ab und ging in Flammen auf. Die Maschine war von Austin in Texas zu den Bahamas unterwegs.
Mit 17 Jahren hatte sie bereits den Pilotenschein
Fliegen war ihre große Leidenschaft. Schon 2020 begann die junge Frau mit ihrer Ausbildung. Drei Jahre später bestand sie mit gerade einmal 17 Jahren die Prüfung zur Privatpilotin – noch bevor sie ihren Autoführerschein hatte. Damals besuchte sie die West Boca Raton High School.
Ihr Vater, selbst Pilot, unterstützte sie bei ihrem großen Traum. Laut ihrer Familie arbeitete Nathalia seit rund neun Monaten als Berufspilotin und hatte bereits etwa 1.300 Flugstunden gesammelt. Ihre Mutter bestätigte gegenüber US-Medien den Tod ihrer Tochter.
Dramatischer Notruf vor dem Absturz
Die letzten Minuten des Fluges verliefen dramatisch. Die Besatzung meldete zunächst Vereisung und Turbulenzen. Kurz darauf verlor die Maschine rasant an Höhe. Über Funk wurde ein Sinkflug von rund 6.100 Metern pro Minute gemeldet.
Einer der letzten Funksprüche lautete: „We’re going to crash into the ground“ – „Wir werden auf dem Boden aufschlagen.“
Neben den beiden Piloten starben sieben Passagiere. Unter ihnen befanden sich ein US-Tech-Unternehmer, seine Frau und ihre beiden kleinen Kinder im Alter von zwei und vier Jahren.
Ermittler entdecken neue Hinweise
Bei den Untersuchungen gibt es inzwischen eine wichtige Entwicklung: Laut der US-Unfallermittlungsbehörde NTSB deuten erste Hinweise darauf hin, dass Teile des Flugzeugs bereits vor dem Aufprall abgebrochen sein könnten. Die genaue Absturzursache ist weiterhin unklar.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen auch die Wetterbedingungen mit Vereisung und Turbulenzen. Die Ermittler suchen außerdem nach dem Stimmenrekorder aus dem Cockpit. Rund 600 Anwohner mussten nach dem Absturz ihre Häuser verlassen. Ein Mann am Boden erlitt eine Beinverletzung.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden