Millionenpleite in Niederösterreich: Unternehmen muss Insolvenz anmelden
GRABERN/NIEDERÖSTERREICH. Edle Dressurpferde und Immobilien sollten das Geschäft absichern. Doch verzögerte Grundstücksverkäufe brachten ein niederösterreichisches Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Nun wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Bei dem betroffenen Unternehmen handelt es sich um die Wagner Dressage Horses GmbH. Die Verbindlichkeiten belaufen sich Berichten zufolge auf mehr als zehn Millionen Euro. Über das Vermögen der Wagner Dressage Horses GmbH ist am 4. November 2026 am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der KSV1870 mitteilten, belaufen sich die Passiva auf rund 10,3 Millionen Euro. Etwa 20 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen.
Pferdezucht und Immobilien als Geschäftsbereiche
Das 2016 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mittergrabern im Bezirk Hollabrunn war in zwei Bereichen tätig. Einerseits widmete sich die Gesellschaft der Zucht und dem Handel mit hochwertigen Sportpferden. Dabei lag der Schwerpunkt insbesondere auf Hannoveraner- und Oldenburger-Linien. Andererseits setzte das Unternehmen auf den An- und Verkauf von Immobilien.
Zuletzt wurde das Pferdegeschäft aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allerdings weitgehend zurückgefahren. Stattdessen konzentrierte sich die Gesellschaft zunehmend auf die Verwertung ihres Immobilienbestands. Die daraus erwarteten Einnahmen waren bereits in die Finanzplanung eingeflossen. Da die Transaktionen jedoch nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, entstand eine erhebliche Liquiditätslücke. Zum Vermögen der Gesellschaft gehören mehrere Liegenschaften in Niederösterreich und Kärnten. Diese sollen nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens verkauft werden.
Gläubiger sollen 20 Prozent erhalten
Trotz der Millionenpleite soll das Unternehmen fortgeführt werden. Dafür strebt die Gesellschaft einen Sanierungsplan an. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans bezahlt werden soll.







